Bier.
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nur in engen Grenzen schwankt und in richtig gekeimtem Zustandeam kräftigsten die Stärke in Zucker überzuführen im Stande ist. Amliebsten verwendet man die zweizeilige Sommergerste (Hordeuni disti-chon), deren Samen grösser und schwerer sind als diejenigen der an-deren Arten. Sie giebt z. B. dem Volumen nach mehr Bier als diesechszeilige, sehr häufig in England zur Brauerei benutzte Gerste. Ausserdiesen Gerstenarten wird auch in Norddeutschland hier und dort die vier-zeilige Gerste oder kleine Gerste ( Hordeum vulgare) verbraut, welche voranderen Gerstensorten den Vorzug schnelleren Wachsthums hat. Voneiner zum Bierbrauen bestimmten Gerste wird verlangt: dass sie anden Enden eine lichtgelbe Farbe zeige, von gleichem Korn, gleich reif,hart, feinhülsig und schwer von Gewicht sei. Da dieselbe mit demAlter die Keimkraft verliert, so soll sie nicht älter als ein Jahr sein.Eine schwere Gerste wird desshalb gewählt, da ihr Gewicht mit demStärkegehalt Hand in Hand geht. Das Gewicht derselben bestimmtman entweder mit der Gersten wage (Kornwage), oder indem mandirect ein Hectoliter Gerste wiegt. Die Gerstenwage besteht auseinem gewöhnlichen Waghalken, auf dessen einer Seite eine Wag-schale zum Auflegen der Gewichte angebracht ist, während auf der an-deren Seite ein Blechgefäss sich befindet, welches leer den 500sten oderlOOOsten Theil eines Hectoliters hält. Dieses lässt man nun mittelst eineszweiten Gefässes, welches unbedeutend grösser ist und unten eine kleineOeffnung hat, behutsam voll laufen, streicht dann jenes richtig ab undhängt es an den Balken zum Abwägen. Die Gewichtstheile werden inderselben Weise zum Centner reducirt wie das Maass zum Hectoliter.Habich 1 ) hat vorgeschlagen, das Volumgewicht der Gerste mit einerChlorcälciumlösung zu bestimmen. Zu diesem Zwecke legt man dieGerste in eine solche Lösung von circa 50° Beaume und setzt so langeWasser unter Umrühren hinzu, bis die Körner anfangen auf den Bodenzu sinken, zum grössten Theil aber noch in der Flüssigkeit schweben;hierauf bestimmt man mit einem Aräometer das Volumgewicht derChlorcälciumlösung. Nach von Habich mit Gerstensorten gemachtenBestimmungen zeigen sich folgende Resultate:
Zweizeilige Gerste ( Hordeum distichon) schwimmt in einer Lösung
von 33 bis 37° B.,
vierzeilige Gerste ( Hordeum vulgare ) schwimmt in einer Lösung
von 30 bis 34° B.,
sechszeilige Gerste ( Hordeum hexastichon) schwimmt in einer Lösung
von 27 bis 31° B.,
Himalayagerste schwimmt in einer Lösung von 38 bis 40° B.
’) Habich, Schule der Bierbrauerei 91.