Rübenzuckerfabrikation.
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btmgen Achard’s, eine Zuokerfabrikation aus Rüben zu begründen,sowie auch die gleichen von Hermbstädt, Lampadius, Koppy u. A.hatten indem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, wegen zahlreichertechnischer Schwierigkeiten und mangelhafter Arbeitsmethoden, zunächstnur wenig Erfolg und liefen Gefahr in Vergessenheit zu gerathen. Erstin der Zeit der durch Napoleon 1. decretirten Continentalsperre, welchedem Colonialzucker die Häfen des Continents verschloss, erhielt dieRübenzuckerfabrikation, in Folge der ausserordentlich hohen Zucker-preise, eine begünstigte Entwickelung und es entstanden sowohl inDeutschland als Frankreich zahlreiche Fabriken, die aber mit demSturze Napoleon’s fast alle wieder eingingen. Nur einzelne französischeFabriken, die im Vertrauen auf eine längere Regierungsdauer Napo-leon’s mit solideren Einrichtungen versehen worden waren, hielten sich.
Die Fabrikation nahm dann auch bald mit Hilfe der Chemie undMechanik einen besseren Fortgang und es gelang unter Benutzungdes Dampfes beim Kochen, sowie besonders durch Anwendung derKnochenkohle den Zucker reiner und in reichlicherer Menge als früherdarzustellen. Frankreich zählte im Jahre 1828 bereits 103 Fabriken,in welchen circa 60 000 Ctr. Zucker producirt wurden.
In Deutschland entwickelte sich die Rübenzuckerfabrikation erstwieder zu Ende der zwanziger und Anfang der dreissiger Jahre, umdann namentlich vom Jahre 1840 ab dauernde Fortschritte zu machenund zuletzt einen wahrhaft riesigen Aufschwung zu nehmen, wie sichaus der nachfolgenden Tabelle ergiebt, welche vom Jahre 1840 ab, vonwo die Rübenzuckerfabrikation besteuert wurde, auf Grund genauerstatistischer Erhebungen entworfen worden ist.
Wiener Weltausstellung. III. I. 2*
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