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3,1,2 (1877) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

inneren Kesselwand liegend, hin- und herlaufend, die eine die vordere,die andere die hintere untere Hälfte des Kessels, die Enden der Röhrenmündeten an derselben Stelle aus, um'das Wasser nach dem Ofen zu-rückzuführen. Es bestand sonach der Erhitzungsapparat aus zweiendlosen geschlossenen Röhren, von welchen der grössere Theil imKessel, der kleinere spiralförmig gewunden im Ofen lag. Die beiden Röh-ren hatten eine Gesammtlänge von circa 600 Fuss und es wurde dasWasser in denselben auf einen Druck bis zu 600, ja sogar 800 Pfunderhitzt.

Die Operation dauerte nach diesem Verfahren 7 bis 8 Stunden,und nach der Beendigung liess man durch allmäliges Oeffhen des Ven-tils den Dampf aus dem oberen Kessel entweichen, und schliesslich dieLaugq in eine Cisterne abfliessen. Das angeschraubte Ende des Kes-sels wurde nun abgenommen, die Gehäuse herausgezogen, der darinenthaltene Holzstoff entleert und in der Waschmaschine rein gewaschen.

Das nach dieser Methode mit Natronlauge behandelte Holz ist ineine weiche Masse verwandelt, welche in dem Zustand, wie sie ans demKessel kommt, zum Theil noch die Form der Holzspähne zeigt, aberim Wasser sich leicht zu einen homogenen Papierprei von hellbraungelberFarbe zerrühren lässt. Ein eigentliches Mahlen im Holländer erfordertauch dieser Holzstoff nicht, und lässt sich das Bleichen ohne Schwie-rigkeit in der üblichen Weise ausführen.

Die in neuerer Zeit an anderen Orten, in England und besondersin Schweden, durch den Ingenieur W. Lee ausgeführten Apparate die-ser Art wurden auf directe Feuerung eingerichtet.

Man will die Beobachtung gemacht haben, dass es sich in denhorizontalen Kesseln zuweilen ereignet, dass die Aufschliessung des Hol-zes an Stellen unvollständig bleibt, was sich besonders durch das Auf-treten noch harter und tiefbraun fast schwarz gefärbter Holztheile be-merklich macht. Es ist leicht einzusehen, dass in solchen Fällen derresultirende Holzstoff für bessere Zwecke ganz unbrauchbar wird. Manhat diesen Uebelstand der mangelhaften Circulation der Lauge zuge-schrieben.

Um diesem Uebelstand zu begegnen hat G. Sinclair 1 ) einen ver-ticalen Apparat patentirt, welcher aber im Wesentlichen dieselbe Con-struction hat wie jene, welche in Royers Ford und Manayunk schonseit längerer Zeit in Gebrauch sind. Es wurde eine ziemliche Anzahlsolcher Sinclairschen Apparate in England in Betrieb gesetzt, undes sollen dieselben ganz befriedigende Resultate liefern.

Diese aufrechtstehenden Kessel enthalten im Inneren, ganz ebensowie die beschriebenen amerikanischen, ein durchlöchertes Gehäuse,welches, an der inneren Wand des Kessels befestigt, ringsum einen

!) Engl. Patent 1869, 3193.