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„Dieses Grabmahl
Und diese Ehrensaul ist zum AngedenkenGesetzt oben an das Haupt des vortrefflichen LehrersIsraels, des Sohnes Judä,
Der den eilften Tag des Monats „Elul“ (Augstmonat)
gestorben ist.
Anno 196 nach der mindern Zahl gezehlet.*)
Seine Seele sei eingebunden in das Bändelein der LebendigenAbrahams, Isaaks und Jakobs. Amen.“
Auf andern dieser Grabsteine waren genannt:
Maria, Tochter des Rabbi A . . . 1396
Rabbi Abraham, Sohn des heiligen**) Rabbi Isaak 1392Frau Maithan, Tochter des Rabbi Juda 1399
Der geehrte und vortreffliche Rabbi Juda, der Sohn
Samariä 1403
Jakob, der Sohn des frommen . . .
Der Schlusssatz dieser Grabschriften weicht von dem-
jenigen der oben in extenso mitgetheilten ab und lautet beiden meisten: ,,Seine Seele werde gefunden in dem GartenEden.“
Aus andern Schweizerstädten mögen noch folgendeJudennamen des Mittelalters Erwähnung finden. In Bernlebt 1288 Jölin, der Jud; in Chur 1393 Visle, Jud. —Ausder Zeit um 1290 werden etwa zwanzig Judenhäuser inBasel aufgezählt, worunter die nachfolgenden:
Puchils Haus, vormals Salman Unkels, des Juden,Bentholds, des Juden,
*) „Die Juden lassen bei Ziililung ihrer Jahrzahlen gewöhnlich dieTausende aus und setzen nur die kleinere. Will nun ein Christ wissen,wie viel ihre nach jüdischer Art ausgesetzte Jahrzahl nach unsrerchristlichen Rechnung ausmache, so muss man nur der kleinern Jahrzahlder Juden 1240 hinzuthnn , so kommt allemal die christliche Jahrzahlrichtig heraus. Der Rabhi Israel starb 196; thut nun 1240 hinzu, sohabt ihr das Jahr Christi 1436.“ (Ulrich.)
**) Das Prädicat „heilig“ bedeutet hier ohne Zweifel, dass derRabbi Isaak um seines Glaubens willen den Märtyrertod — wahrschein-lich in der Judenverfolgung des Jahres 1349 — erlitten hatte.