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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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II. Theil.

Als einmal clie starke Zunahme der Bevölkerung unddas sich Zusammendrangen eines grossen Theiles derselbeninnerhalb der schützenden Mauern der Städte, ferner dieEntwicklung von Handel, Verkehr und Gewerbe gebieterischeine genauere Bezeichnung des Individuums erforderten, alssie bisher durch den blossen Personennamen erfolgt war,was überdiess um so dringender nöthig wurde, als wie oben(pag. 5, 6, 7) erwähnt, ganze Gruppen der zweistämmigen,mit dem gleichen Stamme beginnenden Personennamen (Bald-hard, Baldher, Baldram, Baldroh, Baldman, Baldemar, Bal-darich, Baldwin, Baldewart, Baldewig, Baldulf) in der Um-gangssprache in die auf o endigenden verkürzten einstäm-migen Formen (Baldo, Baldiko, Balzo) zusammengeflossenwaren, da konnte diese vermehrte Bezeichnung des Indivi-duums auf sehr verschiedene Weise geschehen. Man konnteihm einen Beinamen schöpfen aus dem Personennamen desVaters oder der Mutter; man konnte es benennen nach Amtund Beschäftigung, Stand und Gewerbe, oder nach seinemWohnsitze oder endlich nach einer an ihm besonders hervor-stechenden Eigenschaft. Indem wir bei dieser Eintheilungin vier Hauptgruppen von Bei-, nachmals Familiennamen,deren jede wieder in einige Unterabtheilungen zerfällt, ganzdem früher citirten Ileintze folgen, beginnen wir mit den

Personennamen als Familiennamen.

Es lag wohl am Nächsten, wenn eine Person präciserals bloss durch ihren Personennamen bezeichnet werdenmusste, zu diesem Behufe ihre Abkunft herbeizuziehen,also den Namen des Vaters, in einzelnen Fällen den der

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