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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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VIII. Theil.

Scheinbar deutsche, in Wirklichkeit aberfremdsprachige Familiennamen.

Zum Schlüsse mag noch einer kleinen, aber durch ein-gehende genealogische Untersuchungen wohl noch zu ver-mehrenden Klasse von Familiennamen gedacht werden, sol-cher nämlich, welche den Anschein achter deutscher Namenhaben und sich erst bei tieferem Eindringen in die Geschichteder Geschlechter, von welchen diese Namen geführt werden,als ursprünglich fremdsprachige, aber in der Folge umge-deutschte erweisen. Dahin gehört z. B. des bekannten grie-chischen Grammatikers Duttmann Name, welchen man un-bedenklich zu den zahlreichen aus dem altdeutschen Wort-stamme Bod (zu piotan, beodan = gebieten) abgeleitetenNamen einreihen dürfte, wenn nicht Heintze pag. 86 und111 bestimmt versicherte, dass der genannte Philologe seinenfranzösischen Namen Boudemont in den deutschen Buttmannum gewandelt habe.

Den Namen des stadtbaslerischen Geschlechtes derWerthemann wird derjenige rasch aus dem altdeutschenPersonennamen Werdmann (zum Stamme wird, werd =wertli) herleiten, den nicht die Genealogie dieser Sippe einesAndern belehrt hat. Achilles aus dem berühmten und ausser-ordentlich reichen edeln Geschlechte der Vertemati-Franchi(della Porta di Vertemate)*) in der 1618 verschütteten StadtPlurs im Veltlin hatte sich in Basel niedergelassen und am13. März 1587 daselbst das Bürgerrecht erworben. Erkürzte seinen Namen um die Endsilbe und schrieb sich

*) Vertemate, ein Flecken im Mailiintlischen.