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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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mit einer Strafe von 1500 Gulden davon. Immerhin wurdensie 1423 mit Ausnahme des Arztes Joseph neuerdings ausStadt und Land verwiesen. Von da an trifft man ihrernur noch wenige als in der Stadt Zürich wohnhaft an undvom Jahre 1490 hinweg verschwinden ihre Spuren aus denRathsmanualen. (Nur zum Jahre 1497 kennt man noch denJuden Lazarus, einen Arzt, den sich die Edeln von Rüm-lang auf ihrer Freiherrschaft Wiilflingen hielten.) In denJahren 1622, 1653 und 1662 werden die Israeliten durchdie Tagsatzung aus gesammter Eidgenossenschaft, ebenso1634 nachdem im Jahre zuvor Samuel Eiron von Leng-nau wegen seiner im Gasthofe zum Schwert ausgestossenenLästerungen hatte enthauptet werden müssen von derzürcherischen Obrigkeit aus ihrem Gebiete gänzlich verbannt - ,nur in der Grafschaft Baden wurden von der Tagsatzungeinige israelitische Haushaltungen haushablich geduldet, aufwelche Kolonie später zurückgekommen wird.

Die stadtzürcherischen Juden des 14. und 15. Jahr-hunderts, welche hie und da sogar mit der BezeichnungBurger Vorkommen, welche Qualification indessen gleich-wohl kaum mehr als eine Schutzverwandtschaft bedeutenwird, waren für ihre Wohnungen nicht auf einen bestimmtenBezirk der Stadt eingegrenzt. Trotzdem, wenn schon z. B.1311 ein Judenhaus am Rennweg erwähnt wird und einHaus an der Marktgasse zum Judentempel heisst, also viel-leicht einstmals eine zweite Synagoge neben der gleich zuerwähnenden war, wohnten die Juden in Zürich in ihrergrossen Mehrheit beisammen im Reviere des Rindermarktes,der grossen und namentlich der kleinen Brunngasse (heuteFroschaugasse), welch Letztere desshalb um 1350 auchspäter noch hie und da geradezuJudengasse geheissenwird. In dieser engen Strasse befand sich auch ihre Haupt-und von 1383 an einzige Synagoge in dem Hause, das nochlange nach dem Verschwinden der Judenzur Judenschulegenannt wurde, seit ungefähr 1763 und bis zur Stunde da-gegenBurghof heisst. Ohne Zweifel sind die vielen Häuserdieser beiden Gassen, über deren Thüren heute ein Kreuzausgehauen ist, und welche auch die Namen zum blauen,