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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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Im Uebn'gen ist diese geschilderte Combination vonFamiliennamen mit dem von einem herrschaftlichen Edel-sitze und -Gute entlehnten Prädicate, welche bei uns bisins 18. und 19. Jahrhundert fortdauerte aus dem 16. Jahr-hundert datiren beispielsweise die Namen Stockar von Neun-forn, Meiss von Teufen, Zollikofer von Altenklingen, ausdem siebzehnten Escher von Berg, Steiner von Uitikon,aus dem achtzehnten Werdmüller von Elgg, aus dem neun-zehnten Sulzer von Wart in keiner Weise und am aller-wenigsten vom Gesichtspunkte sprachlicher Richtigkeit ausanfechtbar.

In vereinzelten Fällen schon in der ersten Hälfte des15. Jahrhunderts, häufiger aber in dessen zweiter Hälfte,ganz besonders in den 1470er Jahren, und von dort wegununterbrochen bis zur Gegenwart werden nun Personen,die zu einer Standeserhöhung geeignet erscheinen, durchvom Kaiser, von andern Fürsten, auch wohl bloss von einemcomes palatinus wie z. B. von dem Dekan Albrechtvon Bonstetten ausgehende Diplome, Wappenbriefe (welchebis in den Anfang des 16. Jahrhunderts hinein Kraft undWirkung einer Nobilitation haben) und förmliche Adelsbriefein den Adelstand erhoben.

Wo indessen nicht in dem Diplom ausgesprochen undmit der Nobilitation verbunden eine Namensänderung er-folgte, was vor dem 17. und 18. Jahrhundert selten ge-schah, blieben derartige Erhebungen in den Adelstand ohneWirkung auf den Familiennamen. Der Geadelte erhieltbloss von Behörden und im privaten Verkehr den TitelJunker, schrieb und nannte sich aber nach wie vor bei-spielsweise in Zürich Gerold Edlibach obschon geradedieser Name, weil ein Ortsname, sich zur Combination miteinemvon recht gut geeignet hätte Felix Keller, MarxVogel, Peter Effinger, Itelhans Thumysen.

(Vorgreifend mag hier schon betont werden, dass fastausnahmslos die Stadtjunker der deutschen Schweiz, ob von

deutete Weise oder durch Auswirkung von kaiserlichen Adelsbestäti-gungen Letzteres namentlich im IG. Jahrhundert die Wieder-anerkennung ihres Adels durchzusetzen.