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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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oder bäurischesvon bereits vor ihrem Namen führten,dahin trachteten, ihren Namen in irgendwelcher Weise miteinemvon zu combiniren, um ihm dadurch den Charakterund Anschein eines uradelichen Namens zu geben. Daübrigens der Eintritt in den Adelstand im 14. und bis gegenEnde des 15. Jahrhunderts nur selten in der Weise erfolgte,dass ein Individuum von nicht rittermässiger Geburt sichdie Ritterwürde erwarb und dadurch die Ritterbiirtigkeitoder den junkerlichen Stand und Rang auf seine Nach-kommen vererbte,*) sondern meist auf dem Wege, dassein Geschlecht, namentlich in dem einem Aufsteigen einerFamilie in den Adelstand so besonders günstigen 15. Jahr-hundert, durch ein einträgliches Gewerbe (Gerberei, Gold-schmiedekunst wie die von Diesbacli in Bern und von Wald -kirch in Schaffhausen, Bäckerei wie die R'&nst und von Cham.in Zürich, Wirtschaft wie die Rubli und Reinhard inZürich) oder durch den Grosshandel, namentlich in Lein-wand, Tuch, Eisen oder Gewürzen (die Schneeberger undSteiner in Zürich, die May in Bern u. s. w.) grossen Wohl-stand, ja Reichthum, erlangte und diesen zum Ankauf vonSchlössern und Edelgütern, mit denen möglichst auch gerichts-herrliche Rechte verbunden waren, benutzte, so war derCombination des Stammnamens, eines Geschlechtes mit demNamen einer erworbenen adelichen Besitzung der Weg schonvorgezeichnet. Man verband den hergebrachten Familien-namen mit dem Namen einer Burg oder Herrschaft ver-mittelst der Partikelvon und schuf damit Namen, denenein gewisser altadelicher Klang und Nimbus nicht abzu-sprechen ist. So entstanden die Namen Muntpirat von Spiegel-berg, Mötteli von Rappenstein, Zigerli von Ringoltingen,Lanz von Liebenfels, Krieg von Bellikon, Effinger von Wild-egg, Brünisi von Herblingen u. s. w. Die einen der

*) Wie diess z. B. bei Jakob Stapf er von Zürich .der Fall war,welcher 1516 den Ritterstand erlangte und das stadtzürcherische Junker-geschlecht der Stapfer begründete, oder bei Hans Waldmann, 1476zum Ritter geschlagen, der übrigens auch Schloss Dübelstein mit dendazu gehörenden niedern Gerichten erwarb, aber keine ehelichen Nach-kommen hinterliess.