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Ausschank kamen, in der Stadt herum feil zu rufenhatte.
Münzer (in Zürich schon 1153 Rudolfus monetarius)und Münzmeister (Dietrich M. in den Regesten von Frau-brunnen und Junkfrau Elisabeth Münzmeisterin im Anni-versar der Propstei Zürich) hiess man die Glieder einespatricischen Geschlechtes oder eines Consortiums von patri-■cischen Geschlechtern, das mit dem Amt und der Aufgabeder Münzprägung von der Stadt belehnt war.
Stempelmann ist ein bei der Stempelverwaltung be-schäftigter Beamter, Brieftregel (Joh. Br., Steuerbuch 1408)ist unser heutige Briefträger. Zoller (telonaearius, Zöllner)bedeutet den Zolleinnehmer. Mit Fechter, was den Fecht-lehrer und Fechtkünstler bezeichnen kann, ist auch der-jenige Beamte gemeint, welcher Maass und Gewicht controlirtund den wir in Zürich heutzutage Eichmeister heissen •, diegleiche Bedeutung hat der Name Sinner, den ein bedeu-tendes Patriciergeschlecht der Stadt Bern führt. — Der imSteuerbuch von 1400 und in einem Zürcher Reisrodel desJahres 1468 erscheinende Familienname lmminer rührt vondem Amte des Imminers her, welcher von jedem in’s Kornhauskommenden Mütt Getreide ein Immi (kleines Kornmaass) alsAbgabe für’s Kornamt zu erheben hatte. Unter Läufer, Läu fer(Chunrade Loiffer, Steuerbuch 1357) war ursprünglich derStadtläufer verstanden, deren die Stadt Zürich z. B. vier zählte,welche in erster Linie die Aufträge der beiden Staatsschreiberund des Seckeimeisters zu besorgen hatten. Das alte Ge-schlecht der Lanffer in Eglisau dagegen hängt ohne allenZweifel mit dem Stamme der Herren von Lauffen zusammen,welche sich frühe in diesem Städtchen ansässig machtenund ihren Namen muthmasslich vom Schlosse Lauffen amRheinfall geschöpft haben. Auch das Amt der Ueberreuteroder geschwornen Reuter, deren die Stadt Zürich ebenfallsvier hatte, welche hier im Aufträge der Bürgermeister undübrigen Standeshäupter den Dienst als reitende Boten zuversehen hatten, hat einen Familiennamen hervorgebracht:der Glückshafenrodel von 1504 nennt uns einen NiklausUeberriiter von Schaffhausen.