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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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Wäscher, womit offenbar die städtischen Gassenkehrer be-zeichnet wurden, Gräser, nach Heintze ein für die städti-schen Wiesen angestellter Beamter, Gredler, Grödler, inden süddeutschen Städten ein an der Gred, Gröd, dem Korn-haus und Kornmarkt, beschäftigter Angestellter, Brugg-maister (Jahrzeitbuch Eglisau), Diirlemann, Dürrenwächterund in eigenthümlicher Verunstaltung Dirriwächter dei'Thürwächter, Torwechter (Bartlime T. underm Eschemei-Thor, Basel, Glückshafenrodel 1504), Portner (Joh. Weber,genannt Portner und die Portnerin, Steuerbuch 1357),.Schlüter = der Beschliesser. Viel Aufsehen hat der Nameeines schlesischen Adelsgeschlechtes gemacht, welches Pfört-ner von der Hölle heisst. Doch verliert der Name viel vonseinem hochromantischen Nimbus, sobald man weiss, dass-der Beiname von einer Besitzung des Geschlechtes, demDorfe Höllen oder Höllau bei Löwenberg, herrührt. DieNamen Schulmeister und Bürgermeister erklären sich selbst.

Schultheiss, Schulthess, Schuttes, Schulze, Schulz,Scholze, Scholz ist ursprünglich derjenige Beamte, AvelcherVerpflichtungen und Leistungen (Schult) heisst oder be-fiehlt, Civilrichter, Vogt; in früherer Zeit hiess in denKantonen Bern, Luzern, Freiburg und Solothurn der Vor-sitzende der Landesregierung, der erste Würdenträger deaStaates, in Zürich dagegen der Vorsitzende des Stadt-gerichtes Schultheiss. In Norddeutschland ist der NameSchulze in seinen verschiedenen Schreibweisen der aus-gebreitetste Familienname. Zentgraf (Karlsruhe 1890) unddie daraus entstandenen Namen Zintgraf und Zinkgreffbezeichnen den im frühesten Mittelalter einer Cent oderHundertschaft Vorsitzenden Grafen. (Heintze.)

Thurnheer, Thurnherr wäre nach Heintze gleichThürmer; Thurmherr war aber auch an einigen Orten der-jenige städtische Beamte, welchem die Aufsicht über denbaulichen Zustand der Kirch- und Mauerthürme oblag. Wein-rufer, Winrüffer (Eberli Winrüffer, 1357 Steuerbuch) undRufwin hiess in Zürich noch im letzten Jahrhundert der-jenige, von den Räthen der Zunft zur Meisen gewählte,.Angestellte, welcher die Weine, die zum Verkauf und