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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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Bezeichnung für das Gewerk geworden, welches in Mühlendas Korn in Mehl verwandelte. Midier, im 14. Jahrhundertmuller, ist nach IJeintze durch Angleichung aus demmittellateinischen multor, d. i. molitor, entstanden. Inden Formen Molter, Mölders ist der T-Laut noch erhalten.Das gleichbedeutende Miülner, Milldner, Milner, Molner,Molenaar kommt dagegen vom althochdeutschen mulinari,mittelhochdeutsch mulnaere, her. Neben Müller findet sichauch die gedehnte Form Midder, ferner in England, Bayernund Schwaben diejenige mit verdünntem Vocal, Miller, unddie niederdeutsche Möller, Möller, Möhler.

Wenn man erwägt, dass beispielsweise in einer einzigenmittelgrossen Dorfschaft, wie Unter - Embrach, von Altersher in vier verschiedenen Mühlen (Obermühle, Ulingermühle,Haumühle, Weisshaldenmühle) die Räder klapperten, so ver-steht man leicht, wesshalb der einfache Name Müller sogarin einem blossen Dorfe zur genügenden Bezeichnung nichtmehr ausreichte. Daher die sehr zahlreichen theils von derArt der Mühle, theils von deren Standort, theils von derZugehörigkeit oder Unterthänigkeit (Frohnmüller, Hof-midier, Mönkemöller), theils von der Beschaffenheit desMüllers oder der Mühle entnommenen Zusammensetzungen.Das Zürcher Adressbuch von 1886 führt uns deren Folgendevor: Bahnmüller, Draumnüller, Flachmüller, Haggenmüller,Heinmüller, Hintermüller, Hochmüller, Holtermüller, Kohl-müller, Müllerschön, Riethmidier, Segmüller, Spitzmüller,Wegmüller, Werdmüller, Werthmüller, Weyersmüller. ImSteuerbuch von 1400 treffen wir einen Frymüller und imGlückshafenrodel von 1504 einen nach der Binzmühle beiSeebach geheissenen Hans Bintzmüller, sowie einen UlrichWyssmüller von Uster.

Bogner (schon 1357) hiess der Verfertiger sowohl derlangen Flitzbogen als der Armbruste mit Holz- oder Stahl-bogen. In Zürich lebte noch vor wenigen Jahren HansRudolf Waser, welcher bis 1860 das Amt einesBognersder Bogenschützengesellschaft am Lindenhof bekleidete, wassowohl die Verpflichtung zur Instandhaltung und Reparaturder Armbrust jedes Gesellschaftsgenossen als zur Verwaltung