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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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mit Zürich und seinem nähern Umkreise zu thun haben,mag es sich rechtfertigen, einen kurzen Blick auf einigeder Personennamen zu werfen, welche unter der alemanni-schen Bevölkerung Zürichs und seiner Umgebung im achten,neunten und zehnten Jahrhundert im Gebrauche waren unduns z. B. aus den ältesten Urkunden des Stiftes St. Gallenund der Fraumünsterabtei in Zürich entgegentreten.

In der Urkunde vom 19. November 741, durch welcheBeata (die Selige) in dieser Zeit ein seltenes Beispieleines einer fremden Sprache entlehnten Namens dieTochter Rachinberts (des im Rat.lie Glänzenden), an dasKloster auf der Lützelau Güter und Hörige in Mönchaltorf,Zell, Riedikon, Uznach, Schmerikon, Nänikon, Dattikon,Kempraten, Bäretswil und Lützelau schenkt, werden unterandern folgende Personen genannt: der Herzog Karl man,der Graf Pebo (zum Stamme Bib: Bewegung), Muninc (zumStamme mun: Freude, Lust), Arnefrid (wörtlich: Adlerfriede),Erchambert (der durch Vollkommenheit und Aechtheit Glän-zende),*) Rihbert (der durch Reichthum und Macht Glänzende);Wintrolf (entweder der Wendenwolf oder der Winterwolf),Goderam (Gottes Rabe), Herolf (der Heerwolf), Rachintrud(die im Ratlie Traute, oder die rathende Drude, Walkyre),Volfarda (die starke Wölfin), Radieuba (die im Rath oderdurch Rath Liebe), Teutger (Volksspeer), Ilugileuba (diedurch ihren denkenden Geist Liebe), Randuin (der Freunddes Schildrandes d. h. Schildes), Tacalind (die glänzendeSchlange oder glänzende Quelle) u. s. f.

Als am 29. Juli 761 Isanhard (Eisenhart oder Eisen-stark) seinen Besitz in Stammheim und der Enden für einPferd und Schwert an das Kloster St. Gallen verkaufte,waren unter Andern zugegen: Isanpert (der Eisenglänzende),Haimold (der daheim Waltende), Wanmund (der glänzendeSchutz), Theotolocli (entweder Volkswald oder eher nochVolkesleuchte, Volkslicht). Die Schenkungsurkunde Wolf-bolds und seiner Kinder Bernegar (Bärenspeer) und Otsindaüber ihren Besitz zu Wetzwil und Toggwil bei Meilen vom

: ) Abel, Die deutschen Personennamen, S. 412.