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Die Handschriften des Klosters Weingarten
Entstehung
Seite
148
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148 Besonderer Teil.

2. Bibliothek Lord Leicesters N0I6. Evaiigelienbuch, in Schrift,Miniaturen und Einband ähnlich dem vorhergehenden. = b) des Ver-zeichnisses.

:!.') = Fulda A a 21 saec. XLBiblia, IVEvangelia.Mit Miniaturen flandrischen Ursprungs.

Die Urkunden von Welfenschenkungen an Weingarten sind abgedruckt imWirtemberg. Urknndenbuch 1, S. 300 ff.

Es ist wohl nach den Spuren auf dem Deckel = e) des Verzeichnisses,wobei allerdings anzunehmen wäre, daß der künstlerische Schmuck desDeckels abgenommen worden wäre, was wohl in Fulda geschehen seinmüßte. Nach den Weingartner Nachrichten war diese Judithhandschriffwie die beiden andern im Klosterschatz.

4. 1 ) Bibliolliek Lord Leicesters No :$7. Missale vom Anfang des XIII. Jahr-hunderts mit Miniaturen, die den Höhepunkt Weingartner Buchmalereidarstellen.

Bertold-Missale" nach dem Einband; über letzteren s.S. 43 f. Wohl = a )des Verzeichnisses.

5. 1 ) Bibliothek Lord Leicesters No 30. Missale des Hainricus Sacristavom Ende des XII. Jahrhunderts mit Miniaturen und Prachteinband (s. o.S. 44), wahrscheinlich = f) des Verzeichnisses.

Die Handschriften 1., 2., 4. und 5. sind von Dorez nach Miniaturenund Einbänden genau beschrieben und wiedergegeben. Der äußerenAusstattung nach darf jedenfalls auch als Schatzhandschrift angesehenwerden:

6. 1 ) Bibliothek der kunsthistorisclien Sammlungen des Allerhöchste»Kaiserhauses, Wien, No 4001. Missale (eines Udalricus?) vom Anfangdes XIII. Jahrhunderts mit Miniaturen und Besten eines alten Pracht-einbandes, worauf Abt Berthold abgebildet war (s. o. S. 44).S. Jahrbuch der kunsthistor. Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses,Bd5, 1887, T. 2, II-IV.

Das Fehlen dieser Handschrift im Verzeichnis wäre dadurch erklärt, daßsie zur Zeit seiner Abfassung sich nicht mehr im Besitz des Klostersbefand. Aus dem gleichen Grunde könnte man sie aber auch nicht, wieLeon Dorez a. a. 0. S. 7 andeutet, mit dem zweiten Missale identifizieren,das in der Liste der Bertholdbücher genannt ist. Und tatsächlich ist auchdarin nicht der von Hess veröffentlichte Abtskatalog eingetragen, der indiesem zweiten Missale enthalten war.

Von den sechs Schatzhandschriften des Verzeichnisses bliebe alsoder Verbleib von einer ungeklärt und zwar von einem Evangelienbuch.In dem Evangelienbuch A 34 eine solche Schatzhandschrift zu sehen,

t) Die Schatzhandschriften 4, 5 und 6 sind in Abschnitt All und D*aus Versehen zum Teil als 3, 4 und 5 bezeichnet.