Druckschrift 
Die Handschriften des Klosters Weingarten
Entstehung
Seite
IV
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iv Vorwort.

Es wurde also von Angabe der genauen Maße, des Unterschiedsder cod. chart. und perg., der Blatfzahlen, Lagen, Initia und dergl.abgesehen, und nur der Inhalt der Handschriften wiedergegeben, wieer in den heutigen Katalogen, in Bommers Katalog oder in den vorneingeklebten Inhaltsverzeichnissen festgestellt ist, wobei eine ein-gehende wissenschaftliche Prüfung dieser Angaben nicht beabsichtigtwar und nur offenkundige Irrtümer richtiggestellt wurden. Außerdemwurde Alter Angaben, welche mit Nachsicht aufgenommen werdenmögen, heutige Heimat und Signatur angegeben und danebenbesonders alles, was Entstehung und Geschichte der einzelnen Hand-schrift betrifft. Auf diese Seite der Arbeit wurde das Hauptaugen-merk gerichtet: es sollte eine bibliotheksgeschichtliche Studie sein,welche zugleich die Weingartner Handschriftenbibliothek wenigstensin dieser Aufzeichnung wieder so erstehen lassen wollte, wie sie einstin den Bücherschränken der alten Reichsabtei gestanden haben mochte.

Zur Einführung ist ein Überblick über die Geschichte der Sammlunggegeben, außerdem eine kurze Würdigung des Inhalts der einzelnenFächer, die natürlich keine weiteren fachwissenschaftlichen Ansprücheerhebt, eine Skizzierung des Gehalts an Miniaturen und Initialen,und endlich noch ein paar Worte über die Einbände.

Die dem Hauptteil, der Zusammenstellung der Handschriften selbst,folgende Verzeichnung nach heutigen Standorten soll praktischenZwecken dienen.

Als Mitarbeiter hat sich der Oberbibliothekar der Landesbibliothekin Fulda, Dr. Scherer, dankenswerte Verdienste um das Ganze erworben,indem er für die große Zahl der dortigen Weingartner HandschriftenBeschreibungen ausarbeitete, die der Zusammenstellung zu Grundegelegt wurden. Für die Handschriften in der llofbibliothek vonDarmstadt hat Direktor Dr. Schmidt Beschreibungen und Studien inselbstloser Weise zur Verfügung gestellt. Für diese gütige Unter-stützung sei auch an dieser Stelle verbindlichster Dank gesagt.

Stuttgart, im November 1912.

Karl Löffler.