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Pingwie et non recedet ad beneplacitum domini) vorkommt,spricht gegen die Annahme Giidemanns (Clescli. des Erzielmngs-wesens und der Cultur der Juden in Frankreich und Deutsch-land .... X.—XIV. Jahrh. S. 280), dass die aus Frankreich ge-kommenen Juden den Stamm der rheinischen Judengemeindengebildet hätten. Ja, wenn das Wort „walicli“ in einer
die Gemeinde Worms betreffenden Urkunde vom Jahre 1312,nach welcher von der Würde eines Judenrats-Mitgliedes aus-geschlossen sind „ein lcriheim, ein drifzän und ein walicli“’)noch in dem engern Sinne als Wälscher (= TiBIS) und nichtallgemein als Ausländer zu verstehen ist, dann dürfen wir wohlmit Recht behaupten, dass die alteingesessenen deutschen Judenihren zugezogenen französischen Brüdern die volle Gleich-berechtigung nicht gewährt haben. Dass man aber in Sachendes Cultus auf ihre Gepflogenheiten gebührend Rücksicht nahm,dürfte sich vielleicht aus den nachträglich von französischerHand in das Nürnberger Gedenkbuch eingetragenen Seelen-gebeten „Rememra De spirteine . . .“ und „Remambre De l’esprit“(s. den Text S. 87, N. 2) schliessen lassen. Keineswegs aberdarf dies als vollgültiger Beweis gelten, dass die Juden in Süd-deutschland, wie Güdemann (a. a. 0. S. 273 f.) dies für dieRheinlande zu begründen versucht, im Umgänge sich der fran-zösischen Sprache bedient hätten, wenngleich auch wir aufGrund von Andeutungen in der ma. jüdischen Litteratnr unsder Ansicht zuneigen, dass das Französische, welches im Zeit-alter der Kreuzzüge zum Range einer Weltsprache aufstieg unddie internationale Sprache der ritterlichen Gesellschaft wurde * 2 3 * * * * ),auch in den gebildeten Kreisen der Juden Anldang und Ver-wertung gefunden hat.
b Boos, Urkundenbuch der Stadt Worms 11,45 n° 74, und Wolf, Zur
Gesell, d. Juden in Worms und des deutschen Städtewesens in Frankel, Monats-schrift X, 412, wo der Text der Urkunde, den Boos nach einem Vidimus von1363 und einem Copialbuch im Staats-Archiv Darmstadt giebt, ebenso incorrelctist, wie die an dem citierten Orte 324, N. 4, versuchte Erklärung.
3 ) Prutz, Kulturgesch. der Kreuzzüge 6 und 400. Über das Französische
als Weltsprache im MA. s. Springer, Paris im 13. Jahrh. S. 7 und die Anm. 9
und 10; über den Gebrauch bei Juden: Jacobs, Uue lettre frangais d’un juif
anglais au XIII 8 siede in Kevue XVIII, 255; Leroy-Beaulieau, Israel chez
les nations 367.