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in den jüdischen Gemeinden Deutschlands eingenommen haben,auch können wir aus dem vorhandenen geschichtlichen Materialnoch keineswegs sichere Schlüsse auf ihr Leben und Wirken inden neuen Verhältnissen ziehen. Um Untersuchungen nach dieserRichtung hin zu fördern, stellen wir hier in chronologischerOrdnung alle Angaben unserer Quelle zusammen, welche aus-drücklich von französischen Juden in Deutschland während desMittelalters sprechen. Als Märtyrer sind folgende Franzosengefallen:
1235 in Fulda Joseph, sein Bruder Samuel, seine Sölme undseine Mutter Hanna, sowie David;
1241 in Frankfurt a. M. David, Rechabja und Meir 1 );
1244 in Ortenberg ein Ungenannter;
1264 in Arnstadt der Knabe Elieser, Solm Simsons;
1270 in Weissenburg i. E. ein Jüngling;
1285 in München Joseph, dessen Frau und Sohn;
13. Jahrh., 2. Hälfte, Abraham, Proselyt, einst Ordensgeneral derBarfüssermönche;
1298 in Nürnberg zwei Mose mit Frauen und Kindern;
1298 in Bamberg drei Ungenannte;
1298 in Gartach Samuel, Sohn Meschullams halevi, mit Frauund Kindern;
1298 in Heilbronn Benjamin, seine Frau Benvenuda und seinSohn Meir;
1349 in Worms Fantin, Abraham und Frau Trina.
Ausser diesen Märtyrern nennt uns das Nekrologium I derNürnberger Synagoge:
Bl. 49 b Juda aus Frankreich, 56 b den Franzosen Simson,Sohn Salomos, und 57 b seinen Landsmann Samuel, Sohn Josephs.
Die ausdrückliche Hervorhebung des TiSSSH „der Franzose“oder „aus Frankreich“, welches sich auch auf Leichen-
steinen findet (Basel 1315 oder 1318: Isak, Sohn Berachjas, derFranzose, s. Ulrich a. a. 0. 205, und Mainz 1338: Zimcha, dieFranzösin [STnsiun], Tochter Chajims, s. S. 438) und ähnlichin einem Vermerk der liebr. Urkunde n°43c. des DarmstädterStaats - Archivs (Kinian Copin Judei Gallici cpiod manebit
’) Bücher (Die Bevölkerung von Frankfurt a. 31.1,532; vgl. auch 601,wo über die Einwanderung von Juden aus Frankreich berichtet ist) vermutet,dass diese drei zu den sogen. Judenstudenten in Frankfurt gehört hätten, wiesolche in späteren städtischen Akten erwähnt würden.