362
David, Esslingen 1349. S. 254 und 268.
David, Mainz 1096. S. 114.
[D. ist nicht Levit und darf deshalb nicht verwechselt -werdenmit dem um 1050 in Mainz wirkenden Gesetzlehrer David lialevib. Samuel b. David (Zunz, Literaturgesch. 164). Einen RabbinerD. b. Jakar, der um 1090 lebte, führt Zunz a. a. 0. 618 an.]
David, Würz bürg 1349. S. 248.
[Nach Zunz, Syn. Poesie 41 „hakohen“; er amtierte zugleichmit Mose hadarschan und Goldknopf (s. d.).]
David b. Meschullam, Yorbeter, stirbt im 1. Viertel des 13. Jahr-hunderts in Nürnberg. Nekr. I, 61b, S. 299.
[Wir treffen liier vermutlich den Nachkommen jener altenMainz-Speyrer Familie, deren Mitglied „David filius Massulam“ ausdem Privileg Heinrichs IV bekannt ist (Zeitschrift für die. Gesell., d.J. in Deutschi. I, 138, 156). Er verfasste die Selicha ’C“ ‘PM’ü“*?, eine schwungvolle Schilderung der Gräuelthaten zur Zeit desersten Kreuzzuges (Zunz, Literaturgesch. 254). Nach AufzeichnungenCarmoly’s (S. 101 und Einleitung) fiel 1096 ein Meschullam b. Davidin Speyer. Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts kennen wir, vor-nehmlich aus einem nach der ersten Frankfurter Judenschlacht ab-gegebenen Gutachten (Isak b. Moses, Or sarua I, n° 747 und Cliajimb. Isak, RGA. 103, 221, s. Gross in Frankels Monatschrift XX,263), aus sonstigen Citaten (Epstein in Frankels MonatsschriftN. F. III, 451) und aus den Unterschriften der Beschlüsse einer um 1250(RGA. Me'ir Rothenburgs ed. Prag nach n° 1022: Takkanot, und RGA.Moses Minz’ ed. Lemberg 95) in Mainz abgehaltenen Rabbinerver-sammlung den Meschullam b.David (Stern in Köiiigsherger, Monats-blätter 121, vgl. Kohn 141, Zunz a. a. 0.325). Zu bemerken ist, dassdas Martyrologium den Titel Rabbiner vor dem Namen des Vaters M.vermissen lässt.]
Eleasar hadarschan (der Prediger). Seine Wittwe Scliona wird1298 in Würzburg ermordet und mit ihr daselbst ihr Sohn,der gelehrte Me'ir, S. 194 und 197.
[Nach diesen Angaben ist Eleasar, der in der Mitte des13. Jalirh. blühete, vor 1298 gestorben. Er führte den TitelDarschan, weil er mit dem Rabbineramt auch das des Predigers,wie dies wohl _ üblich war, vereinigte, aber als Redner besondershervofragte. Über Abstammung, Familie und Thätigkeit ist jüngstvon Epstein a. a. 0. 448 und 489 berichtet worden. Eleasars schrift-stellerische Leistungen bezeugen die in München Cod. hebr. 221 10handschriftlich aufbewahrten Collectaneen aus seinem Buche der„Gematrias“ über den Pentateuch (s. Zunz, Zur Gesell, u. Lit. 105,Steinschneider, Hebr. Bibi. XIV, 64 und 65, Perles in Grätz’-Jubelschrift 18) und der Jezira-Commentar Cod. Leipzig XXX (Ep-stein a.a. 0.). E., der Sohn Moses und Urenkel Samuels b. Kalonymos,des Frommen, aus Speyer (Gro ss, Gallia judaica544),.hatte ausser dem
,. Märtyrer Me'ir noch einen Sohn, Moses Asriel, deram Ende des 13.Jalirh.Rabbiner in Sachsen, vermutlich in Erfurt war. S. Resp. in Hagali.Maimon. Ischut ed. Amsterdam II, 117 a, RGA. Me'ir Rothenburgsed. Prag n° 955 und 981, ed. Lemberg n° 310, ed. (Berlin) Bloch