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erschlagen und verbrannt worden sind, gedenken, weil sieihr Leben hingegeben haben für die Heiligung des einzigenGottes. Dieses Verdienstes wegen u. s. w.
Gott möge gedenken der Seele unseres Lehrers des RabbinersR. Menachem 1 ), des Sohnes R. Aschers, mit der Seelewelcher seiner Glaubenstreue wegen erschlagen und ver-brannt wurde .... * *
209. R. Eleasar, Sohn unseres Lehrers des Rabbiners R. Je-kutiel 2 ), welcher 8 Pfd. für das Hospital und 8 Pfd. fürdie Armen Jerusalems hinterlassen hat. 23. Nissan 5150[8. April 1390],
R. Kalonymos, Sohn des Märtyrers R. Gerschom, 2 Pfd. für dasHospital. 5. Tebeth 5152 [3. Dezember 1391].
ergiebt, denn nicht 5150, sondern 5149 [18. April 1389] fiel der von einemkatholischen Priester, welcher die Entweihung seiner Monstranz durch die Judenerlogen hatte, aufgehetzte Pöhel über die Prager Juden her, demolierte ihreHäuser, äscherte ihre Synagogen und Schulen ein und ermordete viele Hunderte,die sich der Annahme der Taufe geweigert hatten, während Viele, unter ihnender greise Rahhiner R. Menachem h. Ascher, sich selbst entleibten. Diese Gräuel-scenen sind anschaulich geschildert worden in der Selicha nj&YI b'D HX vonAbigedor Kara (Zunz, Literaturgesch. 374 und Landshuth, Amude ha-Ahoda I, 1) und darnach von Joseph hakolien, Emek habaclia, ÜbersetzungWieners 55 und N. 211, David Gans, Zemach David ed. Prag I, 59, Zunz,Syn. Poesie 45 und Grätz VIII' 2 , 50. — Von christlichen Quellen berichten überdieses Martyrium: Die Limburger Chronik ed. Wyss in M.G. Ohron. IV,79, Stenzel,SS. rer. Siles. I, 211—214 (s. Oelsner, Scliles. Urkunden z. Gesch. d. Juden imMA. im Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen, Bd. 31, S. 74), die Mono-graphie „Passio Judeorum Pragensium secundum Johannen rusticum quadratum1389“ (Tomek in den Sitzungsberichten der königl. böhm. Ges. der Wiss. Jalirg.1877, Prag 1878, S. 11—20, wo die Angaben der mittelalterlichen Chroniken|Ohron. cap. Prägens, bei Höfler I, 65, Chron. Anon. bei Dobner III, 58, Contin.Pulkawae, das. IV, 133, SS. rer. Bohemic. bei Pelzei u. Dobrowski II, 454.Chron. brev. Lips. bei Höfler I, 7, Chron. Palat., das. I, 47, Th. EngellmsiiChron. bei Leibnitz SS. rer. Brunsv. II, 1134 u. a.] citiert werden. —■ Siehe nochStern, Quellenkunde 84, n° 1178, Pelzei, Lebensgesch. Wenzels I, 2l4ff.,Palacky, Gesch. von Böhmen III 1 54 und 55, Stobbe a. a. 0.287 u. a.
*) Sein Knabe Ascher ist nach S. 216 der Hds. im Ijar 5139 [1379] in Nürn-berg gestorben. Diese Notiz lässt vermuten, dass der Vater seinen Sohn vielleichteiner dortigen Schule oder dem Unterrichte seines Nürnberger Amtsbruders an-vertraut hatte, was dann um so eher anzunelnnen ist, wenn sich die IdentitätR. Menachems mit dem Rabbiner von Rothenburg a. d. T.. Meister Mendel vonPappenheim (Stern, Die israel. Bevölkerung der deutschen Städte III, 26, N. 2),der in Folge eines Streites mit Nürnberger Juden (s. Bresslau, Zur Gesch. d.Juden in Rothenburg a. d. T. in der Zeitschr. f. d. Gesch. d. J. in Deutschland III.330ff.) 1385 nach Zürich und möglichenfalls von dort nach Prag auswanderte,noch erkunden lässt.
2 ) S. S. 306, N. 1.
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