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Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches
Entstehung
Seite
306
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R. Jekutiel'), Solm des gelehrten K. David, 5 Gld. für dasHospital, 5 Gld. für den Friedhof, 5 Gld. für Jerusalem und5 Gld. für die [Elementar-] Schule in Bamberg- 2 ).

8. Ijar 5147 [27. April 1387]: Unser Lehrer, der RabbinerR. Mose 3 ), Solm R. Jekutiels lialevi, 5 Gld. für das Hospital.

In den Zwischentagen des Pessachfestes, Dienstag, 17. Nissan 5149[13. April 1389]: Gott möge gedenken der Seele der FrauVromut, Tochter des Märtyrers R. Mose lialevi, weil sie3 Gld. für das Hospital, 3 Gld. für den Friedhof und 4 Gld.für die Armen Jerusalems hinterlassen hat. Dieserhalbmöge der Heilige, gelobt sei er, ihr Loos sein lassen wiedas der übrigen Frommen im Paradiese. Amen!

Gott möge mit der Seele Abrahams, Isaks und Jakobs, Saras,Rebekkas, Rahels und Leas der Märtyrer, welche in Prag*)

’) Dass der Rabbiner R. Jekutiel b. David in Nürnberg gelebt hat, gehtaus einem daselbst, Freitag, 4. Tebetli 51Sö [14. Dezember 1425] von dem jüdischenBerichte ausgestellten Kaufbrief für R. Uri, Sohn des Rabbiners R. Jekutiel, alsVerkäufer, und seinen Sohn R. David als Käufer der Bibliothek und des Hausesseines Grossvaters hervor, s. Würfel, Histor. Nachrichten 157, n° XLVI. — DieHds. verzeichnet S. 209 unter dem 23. Nissan 5150 [8. April 1390] seinen SohnR. Eleasar und seine Tochter Frau'.Vromut.

2 ) Hds. UH'ilä?. Das erste seltene Wort begegnet uns noch einige

Male in der Litteratur: 1) in den RGA. Moses’ Miliz n° 85 pnpi? C' r i:m bv ~"2)cnais und 2) in einem Epigraph des sehr alten handschriftlichen Siddur Teflllader Wormser Synagoge: [EggenfeldenJ D^llpkS nca 13 PJÜ5I2 131Dn ’US

p nfepi npnyn m’ 2 D rcret? nai ne^dmi p"pb rränn nw vnpn vnrokb^dtii p"p 2 «cnnsn b$ ’prn npa [Falk] «ppw -Tin ’jnvoi ’sfts 'ioDieses Epigraph widerlegt die Ansicht Moses’ Miliz, die Güdemanu, Gesch. desErziehungswesens III, 49, N. 9 wiederholt hat, dass die Baclmrim in Worms eineigenes Bethaus, CH21S genannt, besessen hätten und bestätigt unsere Über-setzung als Schule, in welcher nach weitverbreitetem Usus zu den Gebetszeitenauch Gottesdienst abgehalten wurde. Schon Brüll, Centralanzeiger für die jüd.Litteratur 45, hat die richtige Bedeutung vermutet, aber etymologisch nicht er-kannt. Das Wort entspricht dem aus dem lat. camera gewordenen frz. cliambre[= Hin, C'nn = chambres]. Die Transcription des frz. ch durch das liebr. üerhellt aus der Liste von Troyes, S. 28 und aus Güdemann a. a. 0. II, 280.

s ) Vater des 1427 in Worms verstorbenen unter dem Namen Maharil be-kannten Rabbiners R. Jakob lialevi. Ob Moses sein Leben in Nürnberg beschlossenhat, oder ob Verwandte daselbst seinen in Mainz erfolgten Tod in das NürnbergerMemorbuch eintragen Hessen, lässt sich wohl schwerHch ermitteln. Dass er 1381noch in Mainz wirkte, wissen wir aus dem RGA. Moses’ Minz n° 10 vom15. Ab 5141 [5. August 1381], welches er an erster Stelle unter Hinzufiiguug desNamens pV-i unterschrieben hat.

4 ) Als Datum dieser Verfolgung ist S. 210 der Hds., wo diese beiden Seelen-gebete für Prag und seinen Rabbiner wiederholt werden, in einer Überschrift vonspäterer Hand „der letzte Tag des Pessachfestes 5150“ (S. 94. N. 1) angegeben.Das Jahr ist falsch, wie sich dies aus der Stellung der ersten Niederschrift