XXXIX
Israelietisclie LetterbodeYI, 144 und Kaufmann, Die ErstürmungOfens und ihre Vorgeschichte, S. 11 ff.).
Den Wormser Memorbüchern sind entlehnt: 1) Jellinek,
Worms und Wien, hebr. Text S. 3—9, aus einer Pergament-handschrift in 4°, welche wahrscheinlich aus dem NachlasseSamson Wertheimers stammt und Eigentum des Herausgeberswurde'); 2) die Oxforder Hds. Opp. 716 (olim 4° 1708, Neu-bauer, Oatalogue 2205), welche als Ergänzung zu der vor-genannten Edition Jellineks zum Teil Letterbode VI, 67 ff. ab-gedruckt worden ist (s. o.); 3) ein kurzer Auszug in Cod. hebr.n° 29 der Seminar-Bibliothek in Breslau, den sich Michael inHamburg vor 50 Jahren von seinem Sohne hat anfertigen lassen.
58. Wien. Ausser den Texten bei Jellinek a. a. 0. konntenwir aus einer zweiten Wiener Quelle, dem Memorbuche ausZacharias Levis Klaus-Synagoge, welches jetzt Eigentum derjüdischen Gemeinde in Misslitz ist (vgl. Kaufmann, „Das Memor-bucli der Klaussynagoge Zacharias Levi’s aus Wien in Misslitz“im Magazin für die Wissenschaft des Judentums XVII, 289 ff.),das Wesen und die stereotype Anlage der Gedenkbücher für eineallgemeine Beurteilung erkennen und verwerten. Nacli einerVermutung Kaufmanns ist das Memorbuch der HauptsynagogeWiens aus dem Besitze der 1670 nach Fürth gelangten WienerFamilie Frankel in das Eigentum der Fürther Klause über-gegangen und dort weitergeführt worden.
59. Xanten. 4°, 30 Bl. Pap. Der erste Teil stammt ausdem Jahre 1776, der zweite aus 1810. Au die bekannte Ein-leitung reiht sich an das Seelengebet für 45 Koryphäen jüdischerGelehrsamkeit, das Gebet für die Regierung (Kaiser Napoleon I)und das für die beiden Trauersabbate bestimmte Gedächtnisfür alle jene Länder, deren jüdische Bewohner den Tod ihresGlaubens wegen erduldet haben.
') Worms und Wien, Einl. S. 6.