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I. Allgemeine Aetiologie.
Einflüsse aufreibender Excesse, besonders in Alcoholicis, aus-gesetzt, während der Fluch der Noth, der Entbehrung, derNahrungssorgen hauptsächlich die handarbeitenden Massen derBevölkerung drückt. Körperliche Ueberanstrengung, Stra-pazen, Aufregung, Schlaflosigkeit sind die Schädlichkeiten,welche der Krieg mit sich bringt; im Verein mit den bestän-digen Erschütterungen des Fahrens treffen sie den Eisenbabn-bediensteten. Wärmebestrahlung, Kopfverletzungen, Vergif-tungen verschiedener Art (Blei, Quecksilber) sind weitereGelegenheitsursachen, denen wieder andere Berufsarten vor-zugsweise exponirt zu sein prflegen. Der symptomatischeAusdruck dieser Berufsprädisposition wird natürlich wesent-lich durch die besondere Art der vorherrschenden Ursachenbestimmt; wir können daher in dieser Beziehung auf diefrühere Besprechung der betreffenden ätiologischen Verhält-nisse zurückverweisen.
Civilstand. In ähnlichem Sinne, wie der Einfluss desBerufslebens, ist derjenige des Civilstandes auf die Häufig-keit des Irreseins zu beurtlieilen. Allerdings ist ja die Ehe-losigkeit in einer grossen Zahl von Fällen bereits die Folgevon unvollkommener psychischer Entwicklung, allein derHauptsache nach dürften die bestehenden statistischen Diffe-renzen auf die grössere oder geringere Häufung von Schäd-lichkeiten in den einzelnen Formen des Civilstandes zu be-ziehen sein. Es scheint in der That, dass die Ehe trotzder namentlich für das weibliche Geschlecht aus dem Fort-pflanzungsgeschäfte erwachsenden Gefahren, trotz der Sorgen,die sie mit sich bringt, dennoch wegen der grösseren Be-friedigung und Sicherheit des gemeinschaftlichen Lebens undauch wol wegen des relativen Schutzes vor Excessen, densie gewährt, ein beträchtlich geringeres Kontingent zur Zahlder Geisteskranken stellt, als der ledige Stand. Noch mehrexponirt, als die Unverheiratheten, scheinen die Verwittwetenund Geschiedenen zu sein; haben sie doch häufig fast alleSorgen und Gefahren der Ehe zu tragen, ohne deren schützendeund sichernde Wirkungen zu gemessen.
Politische und religiöse Bewegungen. Von densocialen Faktoren ist endlich noch der politischen, religiösenu. der gl. Stürme zu gedenken, welche gelegentlich die Massen