Druckschrift 
1 (1805)
Seite
316
Einzelbild herunterladen
 

Ji6

bindung lebenden StaatSbewohncr und mittelbarauf die Vermehrung der Bevölkerung eben so, alscs bei dem reinen Ertrage von Grund und Bodengesehiehek. Dies ist der Fall auch bei dem Aus-fuhr - SpeditionS - Durchfuhr - und Frachthandclder Nation. Der Kaufmann, der die Kosten dessel-ben vermindern kann; der durch starkes Zugvieh,gesunde gut genährte und bezahlte und darum flei-ßige und willige Arbeiter; durch dauerhaft gebaueteSchisse, Wagen, Gebäude und Maschinen, den Han-delsprosit erhöhen kann, ohne die Ausgaben zu ver-mehren, wird den reinen Ertrag seines Gewerbessich und dem Staate zum Nutzen erhöhen, und sowird der reine Ertrag in allen Nationaleinkommenbringenden Gewerben zuerst den Reichthum desStaats und dann die durch ihn entstehende aber ihnnicht verzehrende Bevölkerung vermehren.

Wenn der Zweck einer Regierung oder einessiaatswirtschastlichen SistemS dem höchsten edelstenZwecke aller menschlichen Anstrengung der erhö-hten Kultur des menschlichen Geschlechts, nicht wi-dersprechen und an sich dadurch verwerflich senn soll,so muß die Bemühung des Ganzen und jedes Ein-zelnen dahin gerichtet seyn, an physischen Kräften soviel als möglich zu sparen und durch geistige An-strengung diese zu ersetzen. Der Wille und Zweckdes wohlthuenden Wesens, dem wir alle unser Da»seyn und dem wir jährlich die Geschenke der Na-tur verdanken, kann durchaus nicht der seyn, daßsein vollkommenstes Geschöpf nur unter der Bedin-gung seine Existenz erhalten soll, daß es tagtäglichan die Werkstatt geheftet, seine körperlichen Kräfte