Organ. Senatusconsulta v. 2,u.4.Aug. 1522. -LZ
Die Gerechtigkeit wird im Namen des Kaisers ver-wallet durch Beamte, die er einsctzt.
2. Napoleon Bonaparte ist Kaiser der Fran-zosen.
Zweiter Titel.
Bon der Erblichkeit.
Z. Die kaiserliche Würde ist erblich in der direktennatürlichen und gesetzmäßigen Nachkommenschaft Napo-leon Bonaparte's, in männlicher Linie, nach dem Erstge-burtsrcchte, und mit beständigem Ausschlüsse des weib-lichen Geschlechts und der Nachkommenschaft desselben.
4. Napoleon Bonaparte kann Kinder oder En-
kel seiner Brüder an Kindessiatt annehmen,wenn sic das achtzehnte Jahr zurückgelegt haben, under im Augenblicke der Adoption nicht selbst Söhne hat.Seine angenommenen Söhne treten in die Linie seinerunmittelbaren Nachkommenschaft. -— Bekommt ec
nach der Adoption noch selbst Söhne; so können seineangenommenen Söhne erst nach seinen natürlichen undrechtmäßigen Nachkommen zur Regierung berufen wer-den. Den Nachfolgern Napoleons und ihren Nachkom-men ist die Adoption verboten.
5. In Ermangelung eines natürlichen und erbli-chen oder adoptirten Erben Napoleons, geht die kaiser-liche Würde an Joseph Bonaparte und dessenmännliche rechtmäßige Nachkommen über, nach demRechte der Erstgeburt.
6. In Ermangelung Joseph Bonaparte's und sei-ner männlichen Nachkommen, an Ludwig Bona-parte und dessen männliche Nachkommen
*) Lucian und Jerome wurden in diesem organischen De-krete von der Succession ausgeschlossen. Der erste, als Re-