Vorrede.
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gengesetzten Ansichten und Bestrebungen einanderfeindlich gegenüber, und nicht überall sind diese Be-strebungen von den Eingebungen des individuellenoder Kasten-Egoismus frei geblieben. Allein Gro-ßes gebiert die Zeit, und was die Menschheit unterStrömen von Blut und furchtbaren Opfern errungenhat, wird ihr weder das System der Reaction, nochder Egoismus auf immer rauben; denn ein unend-licher Geist waltet mit allmächtiger Hand über demräthselvollen Laufe der. Weltbegebenheiken. Und soviel dringt sich selbst dem Uneingeweihten auf, daßunser Zeitalter'auf einer höhern Stufe dkr Mündig-keit und Reife sieht, als das Zeitalter Hildebrands 7,Maximilians r, Ferdinands 2, und selbst höher,als die Diplomaten standen, welche den Huberts-burger Frieden Unterzeichneten. Es verlohnt sichdaher der Mühe, dieser Zeit anzugehören, und denEntwickelungsgang der europäischen Menschheit ausdem großen Gesetze der moralischen und politischenFreiheit aufzufassen, wenn gleich nur Wenige aufdem europäischen Continente gefunden werden dürf-ten, welchen diese Entwickelung nicht große Opfergekostet hätte!
Geschrieben am 8- Oktober, 1316.