— 210 —
sy ainen anslag, das sy bei nacht all zu Landshuet kamenan die lend; da half in ain purger, genant Dietrich Reckl,über die maur und in sein haws. Da machten sy mit etlichenund den maisten von dem rat und der gemain ansleg, wiesy sich weiter in den dingen halten wolten. Nu het der 5selb gemelt Reckl ain hausfrawen; die ward diser dinggewar. Nu hett sy ain puelschaft 1 an des fürsten hof;der kam in disem wesen und geschäften zu seiner hübscherin.Als sy etlicher hanndt ir gescliäft verprachten, sprach diefraw zu im: Ob du mich nicht melden woltest, ich wolt 10dir frömbde* ding sagen. Er verhiess ir, er wolt des nichtsagen, daraus ir schad ersteen h möchte. An stund sagt syim alle ding und zaigte im auch die ende, do ir samlung was.(1410) 354 f T 12SK p 423 j TJnd als er a] , e fling ervorsc ht
hett, hueb er sich zudem hofmaister Jörgen von Ahairn 015und Sigmunden, dem Apffentaler, und verkündt den disoding. Die prachten auch das schnell auf das sloss an denfürsten. An stund ersamleten sy, was sy von hofgesindzu wegen pringen mochten; mit den wurden die burgerüberfallen und zu väncknüss pracht. Do ward ain graus- 20lieber auflauf, und ir vil vielen ausz über die maur, undwo sy sich verpergen mochten oder behelfen. Also wurdenir vil getödt, plent und sunst vertriben mit weyben (J undkinden. Auch Hess man niemant von seinem guet nichtwiderfaren; es nam der hertzog gar mit all, das ich armer 20Virich Füetrer mit andern meinen geswistergeiten wolklagen mag, wan manig frumer man wol waiss, das desUnwillen mein vatter säliger 0 auch umb etlich tausent guldin fwerd kam. Ich muest mein not ye auch hierinn- zu liechtpringen; mir wirt sunst nicht mer darumb. Wie dem allem h , 30als diser hertzog Hainrich 2 zu manpären jaren kam, warder gar ain güetiger, fridlicher fürst und auszrichtig guetsgerichts, und rawber und 1 der geleich k übeltätter, so erdie zu wegen 1 pracht, den macht m niemant gnad bei im
a fremde P. i> erstan PW. c Jörgn AchaimerP, Gorgen Ahaiiner W. ^(i weib P. e sälig P W. * gülden P, guidein W. g her Inn P,hye Innen W. h allen PW. i oder P. k dergleichen T. 1 wegP^-m mocht W.
1 Nur Aventin V, 534ß4 nennt den Namen: Ulrich Ebran [vonWildenberg I . Die Weglassung kann bei Füetrer durch Rücksicht attf^
seinen Gönner, den Chronisten Hans Ebran, den Sohn Ulrichs , erklärtwerden, der in seiner Chronik den ganxen Handel unerwähnt lässt.
2 Zu der folgenden Charakterschilderung benutxte Füetrer Ebran 141,11 ff*