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Bayerische Chronik
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II. [T. l a . P. 1J So dann sunder begird mich[VI riehen Filetrer maier a ] ettwo vil dick darzue geraitztund manigvaltig b angefochten hat, so nym ich für michumb warer gezeugknüss willen den aller gelertisten edlencoronisisten Graribaldum, der diser gesta und matery das 5aller lewtrist antzaigen und bericht gibt, Vincencium inspeculo hystoriali, Alfonsum, Martinianum, Franciscum 0Petrarcha etc., umb des willen, das vil der Cronicken*gelesen werden, die sich villeicht nicht ainen oder mithelenwerden disem puech, ob dann die selben loser oder aufmerker 10mir sölichs zu unwissenhait zue zalten, umb das ich widerredoder nicht mithel etlichen fliegenden Cronicken, das iches aber mit den weisen und vil wissenden reprobier.

III. [T. l b . P. 2J So aber mein vernuft von sölichenhochen Sachen zu sagen ze kranck ist, so rüeff ich an zu 16dem ersten die hilff vnd genad des heiligen geists, peystandtMarie der ewigen Junckfrawen, rat vnd stewr aller englischengeSeilschaft. Ob ich nu nicht gebrauchen kan (Um scharfengrabstickcl geplüemtor red oder meine wort erglentzen mitdem hei gepolierten gärbeisen der künstigen Rethorica, so 20vleiss aber ich mich mit grob und unbeschniten Wortenzu beleiben bey dem stil der lautteren und gerechten warhait.

IV. [T. l b . P. 3.J Das aber ich ervoll nach meinemaller pesten vermügen das ere gerend gemüet des durch-lauchtigen vorgemelten flirsten und herren etc., so mag ich25pillich und wol gedencken ains worts, das da gesprochen hatder mund vol aller warhait Christus: wohin die begirdoder aller höchst lieb des menschen steend 0 , das ist seinschätz, dabei ist auch anhengiieh und stet f sein hertz 1 .Mit disen Worten hillt auch gleich der weis Porphyr ins g2 , 3 °alls er schreibt in seinem prologo von den geleichnüssenoder exempeln. Dise begirlich lieb und ere gerenden schätz

1 V. F. m. nur in P, wohl eine in eleu Text hineingenommene Hand-(jlosse; vgl. den Schluss von Nr. 39. h tnanigvaltig fehlt P. ° Fran- jcissum P W. 'l so T; alle übrigen lesen immer Coronick, was auch bei o«T vorkommt. Füetrer hat ivohl beide Formen gebraucht. Vgl. auch Buchder Abenteuer Ggm. 7, f. 17», 4: Der les die kronick von Priton(4.Jamben). o stand PJS, siennd W. ' stosst T. ? so T; Porphiriusalle übrigen.

1 Evan&\ Matth. 6,21:Ubi enim est thesaurus vester, ibi erit etiana*cor vestrum." Vgl. Luk. 12,M.

a Gemeint sind des Boethius Commentaxiorum in Porphyrium a sctranslatum libri V, Uebersctxung der Isagoge des Porphyrius, eines derIlaiiptschidbücher des Mittelalters; vgl. Ebert, Literatur des M. A. I, 465-