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borgen bleiben. So ist er gewiss mit voller Ueberzeugung,nicht etwa weil er sich besondere Vorteile davon versprochenhätte, nicht auf die Seite Pfalzgraf Ruprechts, sondern aufdiejenige Herzog Albrechts IV. getreten, mit dem er inseinen Ansichten zum grossen Teile übereinstimmte. Seinneuer Herr betraute ihn mit wichtigen Missionen, aber diemisstrauische Natur, die bei dem alternden Herzog immermehr hervortrat, scheint ihn veranlasst zu haben, dem klugen,aber kalten Verstandesmenschen nicht zu viel Macht in dieHand zu geben und andere zu seinen „engen Räten" beizu-ziehen. Dr. Johannes Neunhauser dürfte der Bevorzugtegeworden sein; wenigstens findet man diesen und nichtPaumgartner unter den von Herzog Albrecht seinem un-mündigen Nachfolger verordneten Räten. Unter der Re-gierung der Vormünder wird Paumgartner noch mehr zurück-gesetzt worden sein; als Kanzler zu Landshut konnte erkeinen weitgehenden Einfluss mehr ausüben und war mehrzur blossen Beobachtung verurteilt. Seine Absetzung durchdie Landschaft möchte ich so erklären, dass der kalte Mann,der gewiss gerecht, aber mit wenig Pietät urteilt, der mitseinem scharfen Verstände und seiner rücksichtslosen Kritikohne Zweifel links und rechts viel Anstoss erregt habenwird, beim Adel kaum beliebt sein konnte und daher beimgrossen Reinemachen 1514 auch beseitigt wurde.
Es sind noch einige Punkte zu behandeln, welche gegenPaumgartners Verfasserschaft zu sprechen scheinen. 1. HerzogGeorgs Tod ist auf Martini 1503 gesetzt, während er sichtatsächlich am 1. Dezember ereignete. Dagegen ist nochmalsdaran zu erinnern, dass die Zeitangaben des Verfassers,wo ihm nicht gerade eine Quelle direkt vorlag, überhauptganz allgemein gehalten sind. So stirbt Herzog Christof(8. August) „im Herbst u 1493, Herzog Sigmund (1. Februar)„an Lichtmess" 1501, Herzog Albrecht IV. (18. März) „inden Fasten" 1508. Am auffallendsten ist die Ansetzungvon Albrechts Eintritt in die Regierung (15. September 1465)auf „Lichtmess 1466", wobei wohl die Neuordnung der Re-gierungsverhältnisse, die am 14. März 1466 zum Abschlusskam, in's Auge gefasst worden ist, vgl. S. 223,9. GenaueZeitangaben sind offenbar vom Verfasser nicht beabsichtigt;er begnügt sich damit, sie aus dem Gedächtnis zu geben.