Druckschrift 
Bayerische Chronik
Entstehung
Seite
XXIII
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XXIII

3. F. Pollingcr Hs. Cgm. 43. Pergament, üctavo.Holzdecken mit fein gepresstem, schöne Ornamente zeigendem,weissem Pergamentüberzug. 2 Schliessen. Eckbeschlag weg-gerissen. Auf einem an die Innenseite der vordem Deckegeklebten Pergamentblatte: 158S. Wer gott furcht zu allerzeitt, der ist zu sterben schon bereidt. Darunter ein Ex librismit der Umschrift: Franciscus Praepositus S. Salvatoris l'ol-Ungae A. 1744 und mit der handschriftlichen Bemerkung:Ad Bibliothecam ibidem. Die Lagen von je 8 Blättern sindvon nur einer Hand sehr sorgfältig beschrieben; die vor-kommenden Fehler gehen beinahe durchwegs auf die Vorlagezurück. Vorgebunden sind l 1 /-, leere Pergamentblätter.

Auf die Rückseite des ersten Blattes der ersten Lageist eine Wappentafel gemalt: In der Mitte der bayerischeWappenschild, quadriert von schwarz mit goldenem, rotgekröntem Löwen und blauen und silbernen Bauten, darüberein gekrönter goldener Helm und als Helmzimierde ein goldenerLöwe mit roter Krone. Ringsum stehen die Wappen vonHolland-Hennegau, Scheyern, Norikaw, Herr Eckhart mitdem Bundschuh 1 , Isterreich, Witteisbach, Vohburg, Valay,Andechs, Schwabeck, Rietenburg, Wasserburg, Oberdorf,Burgeck, Dachau, Abach, Wolfertshausen, Hirschberg. Aufder folgenden Seite, mit welcher die Paginierung beginnt,findet sich ein malerisch gezierter Anfangsbuchstabe unddekorative Malereien am Rande.

Zuerst stehen die 4 Vorreden und nehmen mit derChronik 481 Seiten ein. S. 432 ist leer. S. 433435«tehen die beiden Nachworte mit den Aversen. S. 436 istleer, und hierauf folgen noch 5 leere Blätter, von denen3 nicht mehr zur letzten Lage gehören. Auf S. 49 nimmtein in bunten Farben ziemlich schlecht ausgeführtes Bilddes Trebetta, der sich, aus Ninive kommend, in Trier nieder-gelassen und die Pfalz gegründet haben soll, ca. drei Viertelder Seite ein: Bärtiger Mann mit langem Haar, woraufeine Art Turban sitzt. Goldenes mit weissem Pelz ver-brämtes Untergewand und blaues mit braunem und weissem

' Vgl. unten S. J 31143. Ein schwarzer Bundschuh mit rotenlUeinchen in silbernem Felde, das Wappen, das ihm nach S. 133 König'Heinrich III. verliehen haben soll.