— XVII -
2. Dichtungen.
a) Das Buch der Abenteuer 1 , in der Titurel-strophe gedichtet. Am Faden des Jüngern Titurelwerden der Trojanische Krieg Konrads von Würzburg,der Merlin Albrechts von Scharfenberg, der ParzivalWolframs von Eschenbach, die Krone Heinrichs vom Türlinund der Lohengrin in der Fassung des bekannten sobetitelten mhd. Gedichtes und in derjenigen des JüngernTiturels angereiht, so dass der J. Titurel mit dem Stammeund die andern Dichtungen mit den Aesten verglichenwerden. Als Laubwerk und Früchte kommen nach demWunsche Herzog Albrechts IV. hinzu: der WigaloisWirnts von Gravenberg (aber der Prosa nachgedichtet),der Seifrid de Ardemont Albrechts von Scharfenberg 2 ,der Meleranz des Pleiers, der Jwein Hartmanns vonAue, der Persibein, der Poytislicr und der Flordimar,letztere drei von unbekannten Dichtern. Das Ganze um-f asst ca. 41 500 Verse".
b) Der prosaische Lantzilet 1 , nicht auf Ulrichv 'on Zazikhofen, sondern auf eine Bearbeitung der französischenProsa zurückgehend.
c) Der strophische Lantzilet, in der Titurel-Strophe gedichtet, ca. 39 000 Verse.
Für die Datierung ist eine Strophe des Buchs derAbenteuer wichtig. Cgm. 1. 6 C ,7 redet der Dichter bei derErzählung des trojanischen Krieges von Medea, die durchihre Zaubersalbe den greisen Vater Jasons wieder lebendigmachte und verjüngte.
' Ueber dieses handelt Paul Hamburger, Untersuchungen etc.8 oben S II, Anm. 3.
2 Der Merlin und der Seifrid de Ardemont sind von F. Panzerl'K)3 herausgegeben worden.
n Ich zitiere nach Cgm. 1., indem ich zuerst die Foliozahl, dann<he Spalten durch die Buchstaben a—d und endlich die Strophennummerangebe.
4 Herausg. 1885 von A. Peter, Stuttgart. Lit. Verein, no. 175.
Vgl. dazu Germania XXVIII, 2. Heft.
II
Quellen und Erortoiungon N. F. III.