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1 (1808) A - E
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Demo

Dent

Denu

betrachtet / jene hingegen es in concreto (in der An-schauung) und durch reine Vorstellung a priori erwägensann." In der Kriegessprache bedeutet dieses Wort soviel, als dieAndcutung einer gewissen Absicht durch vor-genommene Bewegungen. Der Feind, sagt man, mach-te eine Demonstration auf Dornik. Hier kann manMiene machen, oder zu bedrohen scheinen dafür sagen.Der Feind scheint Dornik zu bedrohen; er macht MieneD. angreifen zu wollen. Oft kann man auch für De-monstration in diesem Sinne genommen, das WortBewegung gebrauchen. Der Feind machte eine Bewe-gung gegen D. Die Bewegungen des Feindes schienenauf D. abzuzielen; seine Bewegungen scheinen auf D.hinzuweisen.

Demonstrativ, 1. hinweisend, z. B. ein hinweisendesFürwort, pronomen demonstrativum, 2. bewei-send.

Demonstriren, 1. hinweisen, wie wenn man z. B. sagt:er dcmonstrirt mit dem Finger; 2. beweisen, oder denBeweis führen. Ad oculos demonsiriren, durchden Augenschein beweisen, anschaulich machen; an-schaulich darstellen, oder, wie Kant sich ausdruckt,den , dem Begriffe correspondirenden (antwortenden) Ge-genstand in der Anschauung darstellen. Dafür würdenwir besser das Wort darthun gebrauchen. Für demon-striren in verächtlicher Bedeutung hat Klop stock be-weisthümeln gebildet:Uebrigens zeigten die Philoso-phen Herrschsucht genug, da sie noch Aner waren undbcweisthümelken," d. i. auf eine lächerliche Weise bewie-sen,. was nicht zu beweisen ist, oder nicht so zu bewei-sen war, wie sie es beweisen wollten.

Demontireu, vom groben Geschütze gesagt, unbrauch-bar machen, welches geschieht, indem die Lavetcn rc.entzweigeschosscn werden.

Dendrit, in der Naturgesch., der Baumstein, d. i. einStein, aus welchem sich von der Natur gebildete Zeich-nungen von Bäumen und Gebüschen zeigen.

Dendrometer, ein Werkzeug Bäume zu messen; einBaum messer.

Denegation, die Verweigerung. Denegatio debiticoniugalis, die Verweigerung der ehelichen Pflicht.

Denegiren, verweigern, abschlagen.

Denigriren, anschwärzen, verläumden.

Denobilitken, entadeln.

Denomination, die Ernennung und Benennung.

Denominit'en, ernennen und benennen.

Denonement (spr. Dcnucmang), in der Dichtkunst, dieEntwickelung, die Knotenlösung. W icland hat auchdie Entknotigung dafür gebildet. Es ist der Knoten-schürzung (Intrigue) entgegengesetzt.Die Posse könn-te eine sehr tragische Entknotigung bekommen." W i c-land. Dis neue Wort scheint wenigstens entbehrlichzu sein.

Dentist, ein Zahn-arzt.

Depe

Denudation, die Entblößung, das Entblößen.

Denudiren, entblößen.

Denunciant, der Angeber, Anzeiger.

Denunciat, der Angegebene.

Denunciation, die Angabe, Anzeige, Angeberei.

Denunciren, angeben.

Departement (spr. Depart'mang). 1. Wenn die Per-son, von deren Departement die Rede ist, mit ange-geben wird, so kann man Geschäftskreis dafür sagen,z. B. der Geschäftskreis des geistlichen Ministers; esgehört nicht in meinen Geschäftskreis. 2. Wenn aberdie Person nicht mit angegeben wird, so scheint es durchBerwaltungsfach und Behörde ersetzt zu werden. DieSache gehört ins geistliche Verwaltungsfach. Ich weißnicht, an welche Behörde ich mich damit wenden soll.3 . In der Erdbeschreibung Frankreichs wird eine beson-dere Abtheilung des Landes darunter verstanden, wofürman aufDcutsch entweder Kreis, oder auch, wenn manwill, bestimmter Landkreis sagen kann. Frankreich wirdjetzt in - - ? Kreise oder Landkreise eingetheilt. ImLandkreise Rhoncmünde. Der Alpenkreis u. s. w. Ehe-mahls , da jedes Departement seinen Gouverneurhatte, hätte man Landvogtei dafür sagen können.

Depechen (spr. Depeschen), Papiere oder Briefschaften,welche öffentliche Angelegenheiten betreffen. Man kanndieses fremde Wort ersetzen: 1. durch Amtsberichte,wenn sie von einem Untergeordneten an einen Höherengehen; 2. Derhaltungsbefehle, wenn sie von einem Hö-heren an einen Untergeordneten gerichtet sind; g. durchBerichte, Briefschaften und Papiere, wenn weder inder einen, noch in der andern Beziehung davon gespro-chen wird, z. B. wenn es heißt: der Eilbote habe seineBriefschaften verloren.

Depeebiren (spr. deveschiren), abfertigen, mit sich ver-bunden, eilen; wofür wir auch den N. D. Ausdruck:sich sputen, haben, welchen Voß veredelt hat.

Hole die silberne Kann', und spute dich, liebe

Susanna!

Er sagt von diesem Worte in einer dazugesetzten Anmer-kung:Es ist vom Niedersächsischcn spodcn." (So hörtman es im Holsteinischen, imBraunschwcigischen hinge-gen sputen.)Im Englischen speed. Das Grichischeo- 7 rsJtj stammt aus dersclbigen Wurzel der gemeinsamenUrsprache."

Depeliiren, vertreiben.

Dependent, abhängig.

Dependenz, die Abhängigkeit. Wenn A d. sagt:Inder höher» Schreib-art werde Abhang, in der niedri-gern Anhänglick)kcit dafür gesagt," so ist beides ein Irr-thum. Wieland und einige andere D. Deutsche ha-ben zwar Abhänglichkeit und abhanglich, Brokcs undKleist auch Abhang (letzter sogar in der Mehrzahl,Abhänge) für Abhängigkeit zu sagen beliebt; aberSprachgebrauch ist es nie geworden. S. H e y n a tz' e n s

Änti-