Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
309
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aus sich Deukalion rettete, ist ebenfalls mit devNachricht von der Sündfluth oft verglichen wor-den, und in Lucians Erzälung (von der syri-schen Göttin) scheint manches aus den Mosai-schen Nachrichten ausgenommen zu sein. Vonder chaldäischen Erzälung dieser Flut wird un-ten die Rede sein. Auch in der Zend Avesta wirdvon einer Flut geredet, wie wir schon oben gese-hen haben, doch beschreibt sie dieselbe lange sohoch nicht, als die Mosaische Erzählung, welchedieselbe auf fünfzehn Ellen über die höchstenBerge steigen laßt, vermurhlich, weil der Erzäh-ler in Eri auf einer hohen Vergebene stand.Auch im Schuking redet König Pao von einergroßen Ueberschwemmung, nach welcher das Landabtrocknen mußce.

Die Mosaische Schöpfungsgeschichte scheinteine gereinigte Zendsage, zurückgeführt auf Ein-heit Gottes und Unterordnung des bösen Prin-zips unter das gute. Das periodische Fortschrei-ten der Bildungen von dem Unvollkommneu zudem Vollkommneren ist ein Hauptsah in beiden.Lehren, welcher von einem richtiger! Blicke aufdie ganze Natur zeugt. Die heilige Zahl Sie-ben herrscht ebenfalls in beiden Lehren; das hei-lige Viereck, worauf sich ein Dreieck stüht, war.schon zur Kenntniß der Betrachter gekommen.

Seit Burnet, welcher zuerst in seiner Hieo-iia tellnrls sacra (I^oncl. 1681.) die Mosai-sche Schöpfungsgeschichte zur Bestätigung seinerTheorie dev Erde gebrauchte, hat mau diesen