Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
296
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Die altpersische Lehre genauer kennen wollen, auffolgendes Werk: Die heilige Sage und das ge-summte Religionösystem der alten Baktrier, Me-der und Perser oder des Zendvolis von F. G.Rhode. Frankfurt a. M. rg2o. Seit Kleuker hatkein Gelehrter die Zend Avesta so genau durch-forscht und so vielen Scharfsinn zur Erklärungderssen angewandt, als der Verfasser. DasBuch verbreitet über viele Theile des Alterthumsein großes Licht.

Nur in der Anwendung, welche der Verfas-ser von dem Gebrauche der Zendschriften zur Be-stimmung des ältesten Zustandes der Erde macht,können wir ihm nicht beistimmen. Daß sich dasKlima in den ältesten Zeiten geändert, beweiset erunter andern Gründen, auch durch folgende Stelleaus Vendidad: ,, Die erste Wohnstadt des Segensund des Ueberfluffes, die ich, der ich Ormuzd bin,ohne alle Unreinigkeit schuf, war Eeri - ene - Veed-scho, hierauf kam der todtschwangere Ahrimanund bereitete im Flusse der Eeri - ene ° Veed-scho tränkte, die große Schlange des Winters,der vom Dew kommt. Hier waren nur zehn Mo-nate des Winters und zwei des Sommers (vor-hin dauerte die Warme sieben Monate und derWinter fünf). Der Winter gießt Kälte aus überWasser, Erde und Baume; sehr hart ist er mit-ten in Eeri - ene - Veedscho, aber diese Peit-sche wird den Menschen Segen, denn kaum hatsich der Winter sehen lassen, so wachsen alle Gü-ter in Ueber-fluß." Dann schuf Ormuzd Soghdo,