Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
260
Einzelbild herunterladen
 

26o

nur in Gebirgen. Aber dort findet es sich oftgediegen und zuweilen in großen Massen, so daßes die Aufmerksamkeit der Menschen leicht erre-gen konnte. Auch gehen dir Gänge zu Tage ausUnd man brauchte daher nicht tief zu graben, umes zu finden. Die Nachrichten, wie man inSüdamerika die Silbergruben zuerst entdeckte, leh-ren uns, wie dieses vormals in der alten Weltgeschehen sein mag. Die Mine von' Potosi, einerNoch immer ergiebigen Silbermine, erhob sich,wie Acosta sagt, gleich einem Kamme über denBerg hervor, in einer Länge von roz Fuß, einerBreite von iz und einer Höhe von beinahe 9Fuß (Lanzenhöhe). Im Jahre 1715 entdeckteman in Peru auf dem Berge von Ucuntaga einegroße Masse, gleichsam eine Rinde des Ganger,von gediegenem Silber, welche große Reichthü-mer einbrachte *). Die Nachrichten der Menüber die Arten das Silber zu finden, sind spar-samer, als über das Gold, weil es sich in demhöhern Werthe deS letztern verlor. Die bekannteSage, daß die Pyrenäen einst gebrannt und Goldund Silber in Strömen herabgeflossen sei, beziehtsich vermuthlich auf das Vorkommen des gedie-genen Silbers in Gängen an der Oberfläche derErde. Daß Silber in der alten Welt häufigerwar, als jetzt, läßt sich aus dieser Art vorzukom-men wohl schließen.

*) au ksrc>u ^>ar- Diloa 1'. i. ^>. ZiZ. 1. 2 .

u. 2. LM>.