Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
253
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B. Platon, so ist es mehr philosophische Vorausset-zung, als alte Sage.

Gold hat Eigenschaften, welche es dem Men-schen gar sehr empfehlen. Zuerst seine Unzerstör-barkeit. Es läuft von keinenr der gewöhnlichenDämpfe an, es ist keinem Roste unterworfen,und dauert in der Erde, an der Lust und imWasser unverändert forc, ja es läßt sich langeZeit schmelzen, ohne Glanz und Gewicht zu ver-lieren. Diese Unzerstörbarkeit machte es zumMaaßstabe aller Waaren; es war dieses eineZurückführung des Unbeständigen auf das Be-ständige. Die andere Eigenschaft ist seine Dehn-barkeit. Es laßt sich ohne große Mühe, ohnekünstliche Werkzeuge, ohne gegossen zu werden,in mancherlei Gestalten bringen; es schmiegt sichdem Körper an, und wird dadurch dessen ersternatürlicher Zierrach. Die einfachste Form diesesUmschließend, der Ring, ist die älteste Form desSchmucks für den Menschen, so wie das Vergol-den überhaupt eine frühe Art und Weife war,Sachen zu verschönern. Wir haben die Beschrei-bung einer solchen Vergoldung aus dem hohenAlcerthume, wo man sich einfacher Mittel bedien-te- Goldblättchen anzulegen, die Vergoldung derHörner einer Kuh in der Odyssee (z. v. 452.).Die dritte Eigenschaft ist sein großes specisischesGewicht, wodurch es dem Menschen auffallt alsungemein kräftig und vollkommen in seinem In-nern. Durch diese Eigenschaften erregte es zwarnicht die Aufmerksamkeit des Menschen, denn