Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
238
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sich die Stammart der spanischen Kirsche und drcverwandten Abarcen. Der saure KirschbaumLorasirch wachst in Europa nicht wildTournefort fand ihn aber in der Nahe von Cera-sunr. Er sagt (Th. 2 S. 98.) die Gegend umCerasunc schien uns sehr schön, um Kräuter zusuchen. Sie besteht aus offnen Hügeln wo dieKirschbaume von selbst wachsen. Der heil.Hierony-mus glaubt, daß diese Bäume ihnen Namen vondieser Sradc bekommen haben, und ^ininiaiWMni-ck-Ilimis versichert, daß Lukull der erste war,welcher Kirschbäume nach Rom bringen lichMan kannte die Kirschbaume nicht, sagt Plinins,vor dem Siege, welchen Lukullus über den Mitbri-dateS erfocht, und erst 120 Jahr nachher gingendiese Bäume nach England über. So weit Tonr-nefcrt. Ich erinnere nur, daß die Nachricht, Lu-kullus habe den Kirschbaum von Cerasunt nachRom gebracht, zuerst beim Arhenäus vorkommt.Nach diesen Nachrichten muß man schließen, daßder Kirschbaum den Griechen unbekannt war, undwirklich bezeichnet beim Theophrasr kei-

nen Kirschbaum. Es dauert oft lange, ehe eineFrucht in den Geschmack des Volkes kommt/ undes ist nicht zur verwundern, daß die herbe, saureKirsche von Cerasunt lange nicht genossen wurde.Auf den Gebürgen des südlichen Europa ist dieHeidelbeere (Vaceiulriin häufig, abet

niemand ißt sie, da sie doch im nördlichen Europaviel gegessen wird. Gerade weil in den Gegendeii