Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
233
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den frühesten Zeiten wohl bekannt. Birnbäumeund Apfelbaume mir glanzenden Früchten werdenschon in der Odyssee als Fruchtbaume in denGärten des AlcinonS angeführt. Auch war dieObstzucht bei den Alten schon zu einer bedeuten-den Höhe gekommen, wie sich aus der Mengevon Abarten schließen laßt, deren ihre Schriftstel-ler über die Landwirchschaft erwähnen. Dianglaubt gewöhnlich, der wilde Apfelbaum, nichtselten in unsern Wäldern, sei die Stammart desApfelbaums in unsern Gärten, weil man sich deserster» sehr oft bedient, um darauf den lehternzu pfropfen. Aber dieses beweißt die Gleichheitder Art keineöweges. Der wilde Apfelbaum zeigtwesentliche Unterschiede von dem Apfelbaume un-serer Garten. Das Blatt des wilden Apfel-baums ist klein, fast rund, auf beiden Sei-ten glatt und oben glänzend; das Blatt deszahmen ist größer, eiförmig, oben etwas, untenstark filzig; der Kelch des wilden ist fast glatt,des zahmen filzig; die Blumenblätter des erster«sind größer als die des zweiten. Hier sind alleVeränderungen der wilden in die zahmen Pflan-zen die umgekehrten der gewöhnlichen. Daß einein Garten gezogene Pflanze größere Blumen be-kommt, ist in der Regel, nicht aber, daß die wil-de größere Blumen tragt, als die zahme; daßeine gezogene Pflanze in einem guten Boden denFilz abwirft, ist ebenfalls die regelmäßige Ver-änderung, nicht aber, daß sie filzig wird, und be-sonders ist die Erzeugung des Filzes auf der