- 2z4 -
oberir Blattfläche ohne Beispiel. Auch bekommenniemals die aus Kernen gezogenen Stamme dasAnsehen vom wilden Apfelbaume, wie man anden Zweigen, welche unter der Pfropfstelle her-vorschießen, sehen kann. Ich zweifle also nicht,daß der wilde Apfelbaum eine besondere, den nor-dischen Landern eigenthümliche Gewächsart sei.Wo nun der gebauete Apfelbaum ursprünglichwild wachse, ist darum schwer zu sagen, weil diebotanischen Schriftsteller darauf nicht geachtet ha-ben, sondern gradezu den Holzapfelbaum für diewilde Stammart halten. Nur ein botanischerSchri tsteller giebt eine nicht zu verwerfende Nach,richt von der Heimat des Apfelbaums. Als Tour-nefort von Kars in Armenien nach Teflis in Ge-orgien reiste, und die Gränze betreten hatte, fander ein Land, wovon er sagt: Das Land ist er-füllt mit natürlichen Weinbergen und Obstgärten,wo Nußbaume, Aprikosenbäume, Pfirsichbäumg,Birnbäume und Apfelbaume von selbst wachsen.Er setzt hinzu, man kann nicht zweifeln, daß hiereiner von den Theilen Georgiens ist, wo, nachStrabo, alle Arten von Früchten in Ueberflußsind, welche die Erde ohne Cultur hervorbringt*).Tournefort war nicht allein ein geschickter Pflan-zenkenner, welcher diese Baume von ähnlichenwohl unterscheiden konnte, sondern es ist hierinihm auch mehr zu trauen, als anderen Pflanzen-
äu l-svLiU. ^.wsderll. i/ig. 4 - 2 p-124.