braucht sei, welches schwarze Körner hatte. Denwilden Roggen versetzte ich mit Marschall in diekaöpisch-kaukasisch? Steppe und überhaupt in daswestliche Asien und östliche Europa*). Samenvon diesem wilden Roggen in dem botanischenGarten zu Berlin gesaet brachte ein Gras hervordem gemeinen Roggen im Ganzen sehr ahn jch,aber mit langer» Grannen überhaupt, besondersmit länger» Grannen an den Kelchblättchen. Indem dritten Theile der taurisch kaukasischen Floratrennt Marschall diese Roggenart wiederum vonder gemeinen und nennt sie den brüchigen Roggen(Seoale 5ia°i1e) weil die Aehre, wenn man daraufschlägt, leicht zerspringt, da doch unser Roggenbekanntlich das Dreschen verträgt. Eö ist diesallerdings ein Grund beide Arcen zu trennen,ob wohl viele Getreidearten beim Anbauen dieGrannen abwerfen und das Zerbrechliche derAehre eine Folge des dürren Bodens sein könnte,worin das wilde Gras wächst. Indessen ist dieSache zweifelhaft geworden, und es fordert einelängere Cultur, um zu sehen, ob jener brüchigeRoggen seine Natur ändere. Der Roggen wurdewahrscheinlich schon lange von den MongolischenVölkern gehauet, welche jdaö innere Asien schonin den frühesten Zeiten bewohnten, und kam erstim Mittelalter, als diese Völker Einfluß auf Eu-ropa hatten, nach diesem Welttheile.
Der Hafer wurde von den Alten wie jetzt,
*) klar» taririco c»uc»s1c>r 1. Lä-