mehr zum Viehfutter als zur Nahrung der Men-schen geballer. Aber in den altern Zeiten ist rei-ne Spur von dem Gebrauche dieses Getreides;nach den Homerischen Gesängen bekamen diePferde immer Gerste, nie Hafer. Mir ist auchin den Schriften der Alten keine Stelle bekannt,welche lehrt, daß die Griechen Hafer gcbauet hat-ten. Hafergrütze kannten ihre Aerzce nicht. Pli-niuö allein redet von einer Ai-nLe-r, welche
man dem Mengfutter (ocvinmn) zufetzte (1^. igc. 16.) ohne weitere Bestimmung, sonst findenwir von den verschiedenen Arten und Abartendes Hafers, die wir jetzt säen, keine Spur beiden Alten. Vielleicht war der Haferbau vormalsnur bei den Germanischen und Keltischen Völkernüblich und kam von dort zu den Römern. DieDeutschen lebten noch wie Plinius sagt (D. ige. 17.) von Haferbrei. Einheimisch ist indessenin Europa keine daselbst gebauete Haferart, auchkennen wir die Heimat derselben gar nicht undnicht einmal Vermuthungen sind mir darüber be-kannt. Wenn Linne, auf Ansons Nachricht, dieInsel Juan Fernandez als das Vaterland desHafers angiebt, so versteht er darunter nicht daswirkliche Vaterland, sondern nur einen Ort, woder Hafer wild geworden ist. Vielleicht ist derHafer durch die nördlichen asiatischen Völker zuuns gekommen.
Der Anbau der kleinen Hirse (Panicmm,italicnin und Aerinaniouur) ist nicht allein im ge-mäßigten und wärmern Europa gewöhnlich son-