wahrscheinlich, daß die vierzeilige Gerste eine neueArt ist, a «6 der sechszeiligen Gerste in nördlichenLändern dadurch entstanden, daß man ste zumSommergetreide machte. Die Gerste soll nachDiodor in Aegypten, nach Homer in Sicilien,nach Berosus in Babylonien, nach Platon inAttika, nach Linne in Sibirien mit dem Weizenzugleich wild wachsen. Alle diese Angaben sindschon oben geprüft worden. Plinius versetzt diewilde Gerste nach Indien (H. n. 1^.186.7.) abermit so kurzen unbestimmten Ausdrücken, daß mannicht auf diese Angabe trauen kann, zumal in ei-nem Kapitel, welches von Mißverständnissen wim-melt. Wichtiger ist die Nachricht eines Armeni-schen Geschichtschreibers, des Moses von Chorene,welcher behauptet, die Gerste wachse in Armenienam Flusse Kur wild *). Ich glaube nicht, daßhier eine Verwechselung mit der knolligen Gerste(blorclemu kulbosnin) geschehen sei, denn diesegleicht zu sehr der überall wachsenden Mausegersteoder vielmehr der Wiesengerste (Ilorckorim imiri-nrinr oder Illorckeum secallniun) und man würdesie nicht als ein merkwürdiges Gewächs betrach-tet und für wahre Gerste angesehen haben.
In der oben angeführten Abhandlung habeich gezeigt, daß die Alten den Roggen (SecalsceiLalv) gar nicht kannten, daß kein griechischesWort darauf passe, und daß der Name 86 ca 1 «von Plinius für ein ganz anderes Gewächs ge-
6eoArs^U. armen». s>. g6o.