Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
183
Einzelbild herunterladen
 

rgz

Noch eine andere Ochsenart findet sich inOstindien bei den Kukies, einem Bergvolke nord-östlich von Bengalen, sowohl gezähmt als wild.Dieses Thier heißt Oaval, hat die Größe undden starken Körperbau des Büffels, aber viel kür-zere Hörner, eine braune nach unten lichte Farbe.Fleisch und Milch sind vorzüglich gut. B5ö auf dieletzten Zeiten ist dieses Thier außer seiner Heimatganz unbekannt gewesen *).

Der Ochse mit dem Pferdeschweife, auchPack genannt, wird als ein Hausthier in Tibetund den angränzenden Berglandern gehalten, auchist er daselbst wild. Die langen zarten Haare,womit der ganze Körper bedeckt ist, besonders dielangen feinen oft weißen Haare des Schwanzeszeichnen ihn vor allen andern Ochsenarten aus.Er heißt daher auch der Ochse mit dem Pferde-schweife. Die Alten hatten schon Nachrichten vonihm, und Aclians Beschreibung vonpaßt größtentheilö auf dieses Thier; in neuernZeiten sind die ersten Nachrichten von ihm überSibirien nach Europa gekommen. Er ist einnützliches Lastthier in Tibet, und den angränzen-dcn Ländern.

Viele Völker zähmten also die bei ihnen ein-heimischen und wilden Ochsenarten, machten dar-aus Heerden, um sich von der Milch und demFleische zu nähren, richteten sie zum Ziehen undzum Lasttragen ab, ja es ist sehr wahrscheinlich.

^LirUiL liLLesrober V. 7. P. 191. V. 6 x- Zi».