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1 (1821)
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bemerklich ist, bilden Gegensähe, welche auf einenverschiedenen Ursprung deuten. Es ist daher sehrwahrscheinlich, daß in den altern Zeiten geschahwas wir in neuern Zeiten wiederholt sahen; eineroberndes Volk nahm die Sprache der Besieg-ten an, und drückte derselben den Charakter sei-ner eigenen Sprache auf. Der Stoff der persi-schen und germanischen Sprache ist Zend oderSanskrit, die Form ist eigenthümlich. Damitstimmt die Geschichte sehr überein. Die Zend-sprache wurde in Medien und zwar besonders imnördlichen Theile desselben aus der West- undSüdseite des Kaspischen Meeres gesprochen, diePerser kamen von der Ostseite des KaspischenMeeres und eroberten ein Land, wo Kunst undWissenschaft viel höher standen als bei jenemrohen Volke. Kein Wunder, daß sie den Stoffvon einer an Begriffen reichen Sprache nahmen,aber das nicht verließen, was ein Volk nie ver-laßt, den eigenthümlichen Ban ihrer eignen Spra-che, so wie die germanischen Völker, welche nachdem südlichen Europa kamen', den Stoff aus derdort herrschenden lateinischen Sprache nahmen,und ihn in ihre eigene Form brachten *). Esist sonderbar, daß dieser Fall zum dritten mul indiesem Sprachstamme vprkommt. Die Perser ha-ben eine große Menge arabischer Wörter in ih-

*) Die Heiden Verse i» dem Acharnern des Arisiopha,nes, das einzige Urberbleibsel der persischen Sprache ausjenenZeiten, zeigen schon ganz eine persische Form, das ra alsZeichen des Aceiisativs.