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1 (1821)
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auch dorr die Mannigfaltigkeit von Sprachen sehrgroß und ihr Charakter sehr verschieden. Nir-gends, als vom Staat von Meroe finden wirNachrichten, daß dort sittliche Ausbildung gewe-sen sei, aber von der Sprache dieses Volkes wis-sen wir nichts mehr. Die Aegypter, so wie dieAbessinier scheinen eingewnnderte Völker, wieschon oben gesagt wurde, und ihre Sprachen sindnicht als afrikanische Sprachen zu betrachten.

Wichtig sind uns besonders die Sprachender Kaukasischen Völker in Rücksicht auf ihreVerbreitung, da wir selbst zu diesem Stammegehören. In den frühesten Zeiten, als die Vol-ker noch nomadisch in einzelnen Horden umher-streiften, mag ebenfalls eine große Mannigfaltig-keit von Sprachen in Europa und dem westlichenAsien gewesen sein, von welchen nur einige dasUebergewicht erhielten, als die Volker seßhaftwurden, sich vermehrten und eroberten. Wir fin-den noch die Ueberbleibsel solcher Sprachen indem Baskischen, dem Galischen, der Spracheder Nieder - Bretagne und in Wales, demFinnischen, Armenischen und Grusinischen, sowiein den Sprachen mancher Völker am Kaukasus,und wie viele mögen nicht auögerottec sein, alsdie wachsende Kultur einigen Völkern ein entschie-denes Uebergewicht über andere gab! Die Al-ten rrden in ihren Nachrichten von weit mehrVölkern, als seht noch vorhanden sind, und al-les laßt glauben, daß der frühere Zustand vonEuropa und Westasien dem Zustande von Ame-