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Sprachen weichen von diesem Baue ganz ab, unddie Ähnlichkeiten zwischen Hottentotten und Si-nesen sind nur in der Gesichtsbildung und sonssnirgends zu finden. Es ist allerdings richtig, daßunter den afrikanischen Sprachen, so viel manweiß, keine einsilbige sich findet. Wer indessenbedenkt, wie früh eine Gesetzgebung in der Spra-che vorhanden sein muß, um die einsilbigen Wör-ter, welche beständig beim schnellen Reden zu-sammenzufikeßen streben, auseinander zu halten ,der wird es nicht sonderbar finden, daß jene rohgebliebenen Völker diese Gesetzgebung nicht ge-habt haben. Ähnlichkeit der Töne wird mannach so langen und weiten Entfernungen nichtmehr finden wollen, da wir sehen, wie sich dieseTöne nach wenigen Jahrhunderten ändern, unddie Nachkommen die harten Töne ihrer Vorfah-ren oft schnell verbannen. Aber der Bander Sprache ist derselbe geblieben; die mannig-faltigen Hottentottischen Dialekte kommen darinüberein, daß sie keine Beugungen weder derStammwörter noch der Zeitwörter haben; eineHaupteigenschaft, welche sich nicht allein bei densinesisch einsilbigen, sondern auch bei den ma-layisch vielsilbigen Sprachen findet *). Nur einStamm dieses Volkes, die Koranas, soll durchangehängte Buchstaben das männliche Geschlechtvon dem weiblichen unterscheiden.
Zwei große Stämme der mongolischen Völ-
') Michridater fortges. v. Vater. Z Thl. S. 293.