155
Volkes geworden; ihre Wissenschaften und Erfin-dungen sind aus dem frühesten AlterthuM, sindnicht gering, und in mehr als einer Rücksichtüberraschend, aber sie sind stehen geblieben, undnicht weiter fortgeschritten. Es ist mit ihnen ge-wesen, wie mit manchen Kindern, welche es vielschneller als andere zu einem gewissen Grade vonAusbildung bringen- aber auf diesem Grade ste-hen bleiben und die großen Erwartungen tau-schen, welche man von ihnen gehabt hat. Hobringen es noch jetzt die sinesischen Künstler inder Nachahmung sehr weit, aber sie werden nichtErfinder, und weichen von der Vorschnst oderdem Muster nicht ab, welches ihnen gegeben ist.Es ist nicht unmöglich, daß dieser Charakter denSinesen durch die frühe Festigkeit und Erstarrungder Sprache mitgetheilr wurde, und baß er jetztzur andern Natur geworden ist. Wenn auch dieNachrichten von dem hohen Alterthume der Sine-sen zuletzt, wie bei allen Völkern auf Mychen zu-rückkommen, wenn auch die große Bücherverbren-nung, einige wenige Jahrhunderte v. CH« G. denNeugierigen, welche nach alten Denkmälern fra-gen, den Mund stopft, so laßt sich doch nichtläugnen, daß die Eigenthümlichkeit ihrer Erfin-dungen, der Mangel an Erfindung in neuern Zei-ten überhaupt, und das hohe Alrcrthum, welchesman diesen Erfindungen überall im Lande zu-schreibt, auf ein hohes Alterthum deuten.
Es. erhellt ferner aus dem Baue der Spra-che, daß die Sinesen wohl nicht zunächst von ir-