Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
148
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sprechen wenig und abgebrochen; diese wenig?»Worte sind- leicht verständlich, und die Sprach?behält nicht allein eine große Bildsamkeit, son-dern auch Veränderlichkeit genug, um neue Spra-chen aus ihr entstehen zu lassen. Die herumzie-henden Völker in Nordamerika und im inner»Älsien sprechen wenig'; ganze Tage werden zuge-bracht, wo der Hausherr kaum ein Wort spricht,und der dienende Zustand des weiblichen Ge-schlechts, welches de§ Hausherr keiner Unterhal-tung würdigt, vermag nicht die Stille des Hau-ses zu stören, und den Zustand desselben lebendi-ger zu machen. Daher die Menge von Sprachenin Nord- und in Südamerika, welche letztere Aza-'ra als außerordentlich schildert, auch werden nochgar viele Sprachen am Kaukasus und in den Ge-birgen von Kabul geredet, wo halb wilde Völkerumherstreifen.

Eben dieses Bedürfniß viel zu reden ver-ändert auch die Töne. Die harten Mitlauterwerden nach und nach in mildere verwandelt, undviele weggelassen, welche die Sprache rauh mach-ten; die Doppellaute 'gehen in einfache Laute über.Das musikalische Gehör eines Volkes zeigt sichdarin, daß es die schwebenden Mittellaute zureinen Lauten macht, und endlich auf die reineTonleiter der fünf Selbstlaute zurückkommt. DieGeschwindigkeit, womit das Volk spricht, wirdimmer größer, und ganze Silben werden ver-schluckt; statt nicht sagt der lebhafte Franzoseue xassruu ezuickeiu oder uo xunctuau ^nickem