Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
147
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Allgemeine zerfällt in das Besondere und sindneue Wörter nörhig, um dieses zu bezeichnen.Hat die Sprache Bildsamkeit genug, Um Zusam-mensetzungen machen zu können, so ist dadurcheine reiche H.uellp zur^ Vermehrung des Sprach-schatzes eröffnet. Das Anhängen bedeutender Syl-ben an ein Wort, um dessen allgemeine Bedeu-tung genauer zu bestimmen, ist ebenfalls ein Mit-tel, neue Wörter zu finden-. Aus den verschiede-nen Dialekten und Aussprachen finden sich Wör-ter zusammen, denen man verschiedene Bedeutun-gen geben kann. Haben wir doch in neuern Zei-ten gesehen, wie dasselbe Work, von den Nieder-deutschen, vor, von den Oberdeutschen, für, ge-sprochen, in zwei Wörter sich verwandelte, welchesich in die Bedeutung des erster» theilten. DieMittel neue Worte zu machen, werden immersparsamer, je mehr das Volk durch die Staats-Verbindung die Bande genauer knüpft, welche dieeinzelnen Menschen mit einander verbinden. DasBe-dürfniß mit einander zu reden wird immer größer,undMit diesem zugleich dar Bedürfnis; so wie das Bestre-ben allen verständlich zu werden, wodurch eine Furchtentsteht, von dem Gewöhnlichen, Hergebrachten sichzu entfernen. Sd hat sich der Gebrauch, wie dasjum Sprüchwort übergegangene Dichterwort sagt,Zum Tyrannen der Sprache gemacht. Der Cha-rakter eines Volkes und seines Staates giebt sichdadurch kund, daß es früher oder spater die Bild-samkeit seiner Sprache beschränkt hat. Völkerauf einer untern Strrffe der sittlichen Ausbildung

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