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derungen liebt; ein Volk redet lange ohne Sprach-forscher und Sprachkünstler, ohne Gesetzgebungin der Sprache und es ändert sich in dieser Zeitdie Sprache gar sehr, weil der Willkür des Ein-zelnen viel überlassen ist; ein anderes erhalt früheine Gesetzgebung in der Sprache, und der großeHause wird unaufhörlich von seinen ersten Ab-weichungen zurückgeführt. Es beweist also nur,daß ein Volk mit einer der Ursprache sich nähern-den Sprache früh eine Gesetzgebung in der Spra-che bekam, und folglich schon früh ein sittlichauSgebildeceS Volk war.
Wenn wir also den Urstamm durch di- Ver-gleichung der Sprachen nicht finden können, stkönnen wir doch durch dieselbe die Nebenstämmeund Verzweigungen sicher finden. Wir müssennur auf die Veränderungen Rücksicht nehmen,welche die Sprache leidet, indem das Volk einfür sich bestehendes Volk bleibt, so wie aus dieVeränderungen, welche in einer Sprache durchden Verkehr und sogar die Vermischung mit an-dern Völkern entstehen. Daraus würden die Eigen-thümlichkeiten der Sprachen kündbar werden, vonwelchen sich auf die Abstammung schließen läßt;auf die nächste wenigstens, wenn auch nicht aufdie entfernte.
Jene Veränderung der Sprache in dem Vol-ke selbst, so lange es für sich besteht, geschieht wiedie Veränderung der Sprachen überhaupt durchgenauere Bestimmung und Begränzung der Be-griffe so wie dprch Veränderung des Tons. Das