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eben so wenig Rechenschaft geben läßt, als vonder Verschiedenheit der Gesichtsbildung. So entstehen verschiedene Sprachen wie verschiedeneMenschenstamme. Indem der Deutsche den har-ten Ton S t r, unter derselben Allgemeinheit derBedeutung, die sich wohl fühlen, nicht sagen läßt,manichfaltig ändert in Strafen, Streiten, straff,Sträuben, Stroh u. s. w. hat der Lateiner einFeind aller Doppellaute ihn geändert in srnkpo,sti'alnim, strnnren u. s. w. Wörter,
welche sowohl die Zufälligkeit der Nebentöne, alsder heransgehobenen Bedeutungen deutlich zeigen.So erscheinen die Sprachen in ihren fernstenZweigen weder einander, noch dem Stamme ähn-lieh, woraus sie entsprossen sind.
Wir haben uns nicht angemaßt, den Ur-sprung des ersten Menschenpaares zu erklären,wir wollen uns ebenfalls nicht anmaßen, den Ur-sprung jener Ursprache anzugeben. Hypothesenund Träume dürfen wir nicht statt des Göttlichensetzen, welches in ihnen hervorleuchtet.
Jetzt lernt das Kind die Sprache von seinenAeltern, und so zeigt die Sprache den Stamm,wozu der Mensch gehört. Aber eine genaue For-schung führt hier auf eine Ursprache, und folglichauf einen Urstamm. Wir müssen aber wohl be-denken, daß wenn wir eine Sprache fänden, deeUrsprache sehr ähnlich, wir doch nicht schließendürfen, das Volk, welches sie spricht, sei dasUrvolk. Denn ein Volk bleibt seinen Sitten undEinrichtungen getreu, indem das andere Verän-
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